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Astronomie und Praxis: Beobachtungen: Die Andromedagalaxie: Messier 31 näher betrachtet

Anhand visueller Beobachtungen und von Fotografien können Sternfreunde viel von dem faszinierenden Wissen nachvollziehen, das die professionellen Forscher dieser Galaxie entlockt haben. Der Wunsch, dieses Objekt möglichst detailliert zu sehen, ist daher nur allzu verständlich. Was kann ein Amateurastronom mit einem leistungsfähigen Teleskop hier entdecken?
Messier 31

Fragt man Astronomiebegeisterte, welche Objekte des Nachthimmels sie besonders beeindrucken, dann kommt man an der Andromedagalaxie Messier 31 nicht vorbei. Doch Vorsicht: Fasziniert von den fantastischen, detailreichen Aufnahmen, die heute mit fotografischen Mitteln möglich sind, erleben viele Einsteiger beim ersten visuellen Betrachten der Sterneninsel Messier 31 eine Enttäuschung. Voller Erwartung richten sie ihr Teleskop auf das Objekt, benutzen dabei eine möglichst hohe Vergrößerung – und landen beim Blick durch das Okular inmitten einer nebligen Suppe. Weit entfernt von den Wünschen, wird nur eine milchige Masse mit einem etwas helleren Kern in der Bildmitte sichtbar. Was nun?

Hier hilft nur ein schrittweises Vorgehen, mit dem sich jeder Beobachter allmählich an feine Details herantasten kann. Schon bei mittlerer Öffnung zeigt sich dann innerhalb der Galaxie und ihrer Umgebung eine Fülle lohnender Einzelobjekte. Und Astrofotografen können mit empfindlichen digitalen Kameras noch weiter in die Nachbargalaxie vorstoßen, als es das Auge vermag. Um einige visuelle und fotografische Herausforderungen, die Messier 31 für Sternfreunde bereithält, soll es im Folgenden gehen. …

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  • Literaturhinweise

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Schröder, K.-P.: Unsere Schwestergalaxie und ein unterschätzter Sternhaufen. Sterne und Weltraum 9/2007, S. 68–69

Vollmann, W.: Veränderliche am PC beobachten: Das Delta-Cephei-Projekt. Sterne und Weltraum 7/2015, S. 72–76

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