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Psychoakustik: Die Biologie des Wohlklangs

Gute Laune oder Stolz und Selbstbewusstsein – wann immer Musik solche Assoziationen bei uns weckt, zeigt ein Blick aufs Notenblatt, dass sie in einer Dur-Tonart komponiert ist. Das gilt für Popsongs ebenso wie für die Fanfare der Tagesschau und so manche Nationalhymne. Trauerte Beatle Paul McCartney hingegen in "Yesterday" einer vergangenen Liebe nach, baute er die Klage "Why she had to go, I don’t know" auf einem Moll-Dreiklang auf.

Jean Philippe Rameau, französischer Komponist und Musiktheoretiker, empfahl 1722: "Die Stimmung in Dur eignet sich für Reigen der Freude und des Jubels", für "Melodien des Sturmes und der Wut", aber auch zur Vermittlung von "Erhabenheit und Herrlichkeit"; Moll hingegen stünde für Anmut, Zartheit, Klage und Trauer.

Diese Unterscheidung hatte sich mit dem Aufkommen mehrstimmiger Musik in der Renaissance rasch entwickelt. Dennoch verstehen Psychologen und Musiktheoretiker sie bis heute nicht. Denn nur ein einziger Halbton- Schritt unterscheidet die musikalischen Geschlechter: Erklingt ein Dur-Akkord, liegt sein zweiter Ton vier Halbtöne über dem Grundton (große Terz), bei Moll sind es nur drei (kleine Terz)...

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