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Astronomie: Die dunkle Ära des Universums

Vor dem Aufleuchten der ersten Sterne war das All finster. Astronomen erkunden nun diese Epoche und suchen darin nach Strukturen, aus denen später Galaxien wurden.
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Textauszug:

Kosmologen beschäftigen sich mit grundlegenden Fragen, welche die Menschen bereits seit Jahrhunderten umtreiben: Was ist der Ursprung der Welt? Wie entstanden die Himmelskörper? Heute versuchen wir, darauf mit systematischen Beobachtungen und physikalischen Theorien Antworten zu finden. Dass es heute ein Modell des Universums gibt, welches viele unserer Beobachtungen miteinander in Einklang bringt, ist eine der größten wissenschaftlichen Errungenschaften des vergangenen Jahrhunderts.

Oft wird unterschätzt, dass ein solches Modell auch für unsere Gesellschaft wertvoll ist. Wenn ich morgens die Tageszeitung lese, erfahre ich von Konflikten zwischen Menschen um Grenzen, Besitztümer oder Freiheitsrechte. Viele dieser Nachrichten sind nach kurzer Zeit vergessen. Öffne ich jedoch ein altes Buch wie die Bibel, das Generationen von Menschen in seinen Bann zog, lese ich einen Bericht über die Erschaffung von Licht, Sternen und Leben als Bestandteilen des Universums. Natürlich bleibt den Menschen nichts anderes übrig, als sich mit ihren alltäglichen Problemen zu befassen. Als Bewohner des Universums fragen wir uns aber auch, wie die ersten Sterne aufleuchteten, wie das Leben entstand und ob wir die einzigen intelligenten Wesen in den Weiten des Alls sind. Im 21. Jahrhundert könnte es Astronomen gelingen, diese großen Fragen zu beantworten. Dass wir auf Grund der endlichen Geschwindigkeit des Lichts in die Vergangenheit blicken, ist für den Erfolg der Kosmologie als empirischer Wissenschaft entscheidend.
Januar 2007

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum der Wissenschaft Januar 2007

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