Direkt zum Inhalt
Login erforderlich
Dieser Artikel ist Abonnenten mit Zugriffsrechten für diese Ausgabe frei zugänglich.

Astronomie: Die dunkle Ära des Universums

Vor dem Aufleuchten der ersten Sterne war das All finster. Astronomen erkunden nun diese Epoche und suchen darin nach Strukturen, aus denen später Galaxien wurden.
Bild
Textauszug:

Kosmologen beschäftigen sich mit grundlegenden Fragen, welche die Menschen bereits seit Jahrhunderten umtreiben: Was ist der Ursprung der Welt? Wie entstanden die Himmelskörper? Heute versuchen wir, darauf mit systematischen Beobachtungen und physikalischen Theorien Antworten zu finden. Dass es heute ein Modell des Universums gibt, welches viele unserer Beobachtungen miteinander in Einklang bringt, ist eine der größten wissenschaftlichen Errungenschaften des vergangenen Jahrhunderts.

Oft wird unterschätzt, dass ein solches Modell auch für unsere Gesellschaft wertvoll ist. Wenn ich morgens die Tageszeitung lese, erfahre ich von Konflikten zwischen Menschen um Grenzen, Besitztümer oder Freiheitsrechte. Viele dieser Nachrichten sind nach kurzer Zeit vergessen. Öffne ich jedoch ein altes Buch wie die Bibel, das Generationen von Menschen in seinen Bann zog, lese ich einen Bericht über die Erschaffung von Licht, Sternen und Leben als Bestandteilen des Universums. Natürlich bleibt den Menschen nichts anderes übrig, als sich mit ihren alltäglichen Problemen zu befassen. Als Bewohner des Universums fragen wir uns aber auch, wie die ersten Sterne aufleuchteten, wie das Leben entstand und ob wir die einzigen intelligenten Wesen in den Weiten des Alls sind. Im 21. Jahrhundert könnte es Astronomen gelingen, diese großen Fragen zu beantworten. Dass wir auf Grund der endlichen Geschwindigkeit des Lichts in die Vergangenheit blicken, ist für den Erfolg der Kosmologie als empirischer Wissenschaft entscheidend.

Kennen Sie schon …

Spektrum - Die Woche – Die wilden Kühe von Tschernobyl

In Tschernobyl ist unfreiwillig ein einzigartiges, weitgehend menschenleeres Naturparadies entstanden. Lesen Sie, wie sich das Leben dort über die Jahre erholt hat. Darüber hinaus: Interview zur Rettungsaktion für den Buckelwal und wie funktioniert Quantenphysik in einem sich ausdehnenden Universum?

Spektrum der Wissenschaft – Wie entstand das Universum?: Bekannte Theorien auf dem Prüfstand

Unser Universum könnte aus winzigen Quantenfluktuationen hervorgegangen sein. Doch ein großes Geheimnis bleibt ungelöst: Was brachte den frühen Kosmos dazu, sich rasend schnell auszudehnen? Im zweiten Artikel unseres Titelthemas stellen wir Ihnen weitere Theorien zur Entstehung des Universums vor, die neben der Urknalltheorie diskutiert werden - etwa Big Bounce oder ein Spiegeluniversum. Außerdem tauchen wir tief in das Innere von Zellen ein: Enthält das menschliche Genom Tausende zusätzliche Bauanleitungen für Proteine, die bisher übersehen wurden – und wenn ja, welche Aufgaben erfüllen sie? Daneben berichten wir über eine neu entdeckte Art von Unendlichkeit, die erklären könnte, ob das mathematische Universum chaotisch oder geordnet ist, sowie über Birkenpech, das schon Neandertaler als hervorragenden Heißkleber nutzten.

Spektrum der Wissenschaft – Quanten und Raumzeit - Mit dem Computer zur Quantengravitation

Wie lässt sich die Schwerkraft mit der Quantenphysik vereinen? In »Eine Welt aus Dreiecken« erläutert die Professorin Renate Loll einen Ansatz, der ohne exotische Zutaten auskommt und erstaunliche Vorhersagen liefert: die kausale dynamische Triangulation. Daneben berichten wir, mit welchen Tricks metastasierende Krebszellen in fremden Geweben überleben und wie sie sich vielleicht aufhalten lassen. In der Physik greifen Forschende vermehrt auf KI-Modelle zurück – und die Programme sorgten schon für einige Überraschungen, von Versuchsdesigns über genauere Formeln bis hin zum Aufdecken verborgener Symmetrien. Weitere Themen: wie der Mensch als Selektionsfaktor die Evolution von Tieren beeinflusst sowie die Idee, Chlor als Energiespeicher zu nutzen.

Schreiben Sie uns!

Beitrag schreiben

Wir freuen uns über Ihre Beiträge zu unseren Artikeln und wünschen Ihnen viel Spaß beim Gedankenaustausch auf unseren Seiten! Bitte beachten Sie dabei unsere Kommentarrichtlinien.

Tragen Sie bitte nur Relevantes zum Thema des jeweiligen Artikels vor, und wahren Sie einen respektvollen Umgangston. Die Redaktion behält sich vor, Zuschriften nicht zu veröffentlichen und Ihre Kommentare redaktionell zu bearbeiten. Die Zuschriften können daher leider nicht immer sofort veröffentlicht werden. Bitte geben Sie einen Namen an und Ihren Zuschriften stets eine aussagekräftige Überschrift, damit bei Onlinediskussionen andere Teilnehmende sich leichter auf Ihre Beiträge beziehen können. Ausgewählte Zuschriften können ohne separate Rücksprache auch in unseren gedruckten und digitalen Magazinen veröffentlicht werden. Vielen Dank!

Bitte erlauben Sie Javascript, um die volle Funktionalität von Spektrum.de zu erhalten.