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Die Entschlüsselung der Wirtschaft

Ein Mensch überlegt sich nicht nur, was er haben will und wie viel er dafür zu zahlen bereit ist, sondern auch, was seine Mitmenschen tun werden – und was sie ihm verschweigen. Neue Theorien erfassen diese entscheidenden Aspekte.
Vor fast 25 Jahren schrieb ich ein Lehrbuch mit dem Titel »Einführung in die Wirtschaftsmathematik« (»Éléments d’économie mathématique«). Es stand im Wesentlichen dasselbe darin wie in den zahlreichen anderen Lehrbüchern zu diesem Thema, nämlich die Arbeiten von Gérard Debreu zur Werttheorie und die von Kenneth Arrow zur Social-Choice-Theorie – kein Wunder bei einem Fach, das eine so hohe Reife erlangt hatte. Debreu, Wirtschafts-Nobelpreisträger von 1983, hatte erklärt, dass die Waren keinen »intrinsischen Wert« haben: Ein Gut oder eine Dienstleistung ist das wert, was andere dafür zu zahlen bereit sind, und nicht das, was seine Produktion gekostet hat (Spektrum der Wissenschaft 12/1983, S. 18). Arrow, Wirtschafts-Nobelpreisträger von 1972, hatte gezeigt, dass die verschiedenen denkbaren Verfahren, den Willen von Einzelpersonen zu einer gemeinsamen Entscheidung zu...
10 / 2003

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum der Wissenschaft 10 / 2003

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