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Welt der Wissenschaft: GALAXIEN: Die Entwicklung junger Galaxien

Die tiefsten Aufnahmen der besten Teleskope zeigen uns Galaxien in ganz unterschiedlichen Epochen – unsere nächsten Nachbarn sind fast so alt wie der Kosmos, die fernsten haben ihr Licht nur 600 Millionen Jahre nach dem Urknall ausgesandt. So können wir die Entwicklung der Galaxien bis in ihre früheste Kindheit zurückverfolgen.
Das Licht der Galaxien ist Sternlicht, und von den Sternen unserer kosmischen Umgebung wissen wir, dass diese noch heute entstehen und vergehen. Ihr Dasein ist von sehr unterschiedlicher Dauer, aber sie alle entstanden vor endlicher Zeit und gehen unweigerlich ihrem Ende entgegen. Und wie steht es mit den Galaxien? Was können wir über deren Entstehung und Lebenslauf erfahren? In manchen Gebieten unseres Milchstraßensystems, wie etwa im Orionnebel, finden wir heiße, massereiche Sterne, die wegen ihrer kurzen Lebensdauer höchstens etwa eine Million Jahre alt sein können. Dunkelwolken in ihrer Umgebung enthalten junge Objekte, so genannte Protosterne, aus denen sich erst in einigen zehntausend Jahren richtige Sterne entwickeln werden. Andererseits gibt es in der Milchstraße aber auch Sterne, die – ähnlich wie unsere 4,5 Milliarden Jahre alte Sonne – bereits vor sehr langer Zeit entstanden sind und sogar solche, die fast so alt sind wie der Kosmos selbst, der nach heutigem Verständnis vor 13,7 Milliarden Jahren im Urknall seinen Anfang nahm. Der Prozess der Sternentstehung hat also offensichtlich bereits vor langer Zeit begonnen, und er dauert noch immer an. Anders verhält es sich mit den Galaxien. Die interne Dynamik dieser Sternsysteme und ihre Sternpopulationen zeigen, dass die allermeisten von ihnen bereits vor langer Zeit entstanden sind. Für die wenigen dynamisch jungen Systeme, die ihr inneres Gleichgewicht noch nicht gefunden haben, gibt es Hinweise, dass sie das Ergebnis von Zusammenstößen und dem Verschmelzen älterer Galaxien sind.

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