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Die Farbe der Sonne

In SuW 11/2017 erschien auf Seite 48 der Beitrag "Was die Farben der Sterne verraten". Dr. Klaus-Peter Schröder berichtet dort sehr anschaulich über diese Grundlagen astronomischen Wissens. Ganz Ähnliches hörte ich schon in meiner Schulzeit im Astronomie-Unterricht in der DDR.

Heute irritiert mich aber die Aussage, unsere Sonne sei ein gelblicher Stern (Spektraltyp G2, G = gelb, das merkt sich auch gut). Unser Farbsehen ist physiologisch durch die Evolution auf das Sonnenlicht "geeicht". Dieses wird als das Weiß schlechthin wahrgenommen, auch wenn durch die selektive Extinktion bei tiefem Sonnenstand das Licht der Sonne gelegentlich gelblich oder rötlich erscheint. Jede Farbkamera macht bei Tageslicht, auf die Farbtemperatur der Sonne abgestimmt, ihren "Weißabgleich", keinen "Gelbabgleich". Und so weiter. Warum also wird bei Astronomen die Sonne oft als gelblich bezeichnet?

Wolfram Fischer, Leipzig

März 2018

Dieser Artikel ist enthalten in Sterne und Weltraum März 2018

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