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Traumata: »Missbrauch bedeutet lebenslanges Leid«

Sexualisierte Gewalt gegen Kinder ist keine Seltenheit. Im Fall Bergisch Gladbach stießen Ermittler auf ein ganzes Netzwerk, das sich im Internet organisierte. Die Traumatherapeutin Melanie Büttner spricht über die Beweggründe der Täter und die Folgen für die Opfer.

Frau Büttner, die Zahl der Tatverdächtigen im Missbrauchsfall Bergisch Gladbach ist nicht genau bekannt. Ziemlich sicher ist: Zahlreiche Menschen haben sich im Netz und mit Messenger­diensten organisiert, um Kinder zu missbrauchen und ihre Erfahrungen darüber miteinander zu teilen. Hätten Sie solch ein Netzwerk für möglich gehalten?

Es gab immer wieder Berichte über offengelegte Netzwerke. Und unter Psychotraumatologen ist gut bekannt, dass zahlreiche solcher Verbindungen existieren. Bei der Arbeit schildern uns Opfer, wie sie über Jahre auf diese Weise systematisch missbraucht worden sind. Es war eher eine Frage der Zeit, wann die Methoden der Ermittler gut genug sind, um selbst solch eine große Organisation aufzudecken.

Wie viele Opfer von Kindesmissbrauch sind in Deutschland bekannt?

Aus der Polizeilichen Kriminalstatistik geht hervor, dass im Jahr 2019 insgesamt 13 670 Fälle von sexuellem Missbrauch zur Anzeige kamen. Das ist aber nur ein Bruchteil der Taten, die wirklich begangen werden.

Gibt es brauchbare Schätzungen zur Dunkelziffer?…

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  • Quellen

Bundeskriminalamt (Hg.): Polizeiliche Kriminalstatistik. Bundesrepublik Deutschland. Jahrbuch 2019. Wiesbaden, 2020

Jud, A. et al.: Häufgkeitsangaben zum sexuellen Missbrauch. Internationale Einordnung, Bewertung der Kenntnislage in Deutschland, Beschreibung des Entwicklungsbedarfs. Berlin, 2016

Tenbergen, G. et al.: The neurobiology and psychology of pedophilia: Recent advances and challenges. Frontiers in Human Neuroscience 9, 2015