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Traumata: »Missbrauch bedeutet lebenslanges Leid«

Sexualisierte Gewalt gegen Kinder ist keine Seltenheit. Im Fall Bergisch Gladbach stießen Ermittler auf ein ganzes Netzwerk, das sich im Internet organisierte. Die Traumatherapeutin Melanie Büttner spricht über die Beweggründe der Täter und die Folgen für die Opfer.

Frau Büttner, die Zahl der Tatverdächtigen im Missbrauchsfall Bergisch Gladbach ist nicht genau bekannt. Ziemlich sicher ist: Zahlreiche Menschen haben sich im Netz und mit Messenger­diensten organisiert, um Kinder zu missbrauchen und ihre Erfahrungen darüber miteinander zu teilen. Hätten Sie solch ein Netzwerk für möglich gehalten?

Es gab immer wieder Berichte über offengelegte Netzwerke. Und unter Psychotraumatologen ist gut bekannt, dass zahlreiche solcher Verbindungen existieren. Bei der Arbeit schildern uns Opfer, wie sie über Jahre auf diese Weise systematisch missbraucht worden sind. Es war eher eine Frage der Zeit, wann die Methoden der Ermittler gut genug sind, um selbst solch eine große Organisation aufzudecken.

Wie viele Opfer von Kindesmissbrauch sind in Deutschland bekannt?

Aus der Polizeilichen Kriminalstatistik geht hervor, dass im Jahr 2019 insgesamt 13 670 Fälle von sexuellem Missbrauch zur Anzeige kamen. Das ist aber nur ein Bruchteil der Taten, die wirklich begangen werden.

Gibt es brauchbare Schätzungen zur Dunkelziffer?…

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Gehirn&Geist – Perfektionismus - Ein Risikofaktor für psychische Erkrankungen?

Rund 30 Prozent der Erwachsenen zeigen perfektionistische Tendenzen – doch oft hat dies auch seinen Preis. Perfektionismus kann ein Risikofaktor für psychische Erkrankungen sein. Wir berichten, wie ein gesunder Umgang mit den eigenen hohen Ansprüchen gelingen kann und welche Form von Perfektionismus Eltern vermeiden sollten, um ihre Kinder zu entlasten. Außerdem werfen wir einen Blick auf die langen Wartezeiten in der Psychotherapie, beleuchten, ob Ohrstöpsel tatsächlich den Schlaf verbessern, und fragen, wie wir möglichst lange gesund leben können.

Gehirn&Geist – Faszination Gehirn: 38 Infografiken über unser Denken, Fühlen und Handeln

Weil Sprache allein nicht immer das beste Kommunikationsmittel ist, werden seit 2013 ausgewählte Inhalte auf eine andere Art präsentiert: in Infografiken. Denn manches lässt sich in Bildern so viel einfacher darstellen als mit Worten. In dieser 2. Auflage der Spezialausgabe von »Gehirn&Geist« präsentieren wir ein »Best-of« unserer Infografiken zu Psychologie, Hirnforschung und Medizin. Wie funktioniert unser Orientierungssinn? Was haben Darmbakterien mit der Psyche zu tun? Was macht eine angenehme Unterhaltung aus? Wie wirkt Alkohol im Gehirn? Und warum lassen wir uns im Supermarkt so leicht zu Spontankäufen animieren? Antworten auf diese und viele weitere Fragen finden Sie in dieser 2. Auflage der Spezialausgabe von »Gehirn&Geist«. Jede der 38 Grafiken im Heft widmet sich einem eigenen Thema.

Spektrum - Die Woche – Wenn KI der Mathematik den Takt vorgibt

Von Menschen erdachte Beweise und Argumente mit KI zu überprüfen, könnte Forschenden viel Zeit sparen. Jetzt wurde eine Lösung vorgestellt – die Fachwelt bleibt skeptisch. Außerdem: Neuseeländische Eulenpapageien, die Bibel der Psychiatrie und ein Alpensee offenbart Jahrtausende alte Geschichte.

  • Quellen

Bundeskriminalamt (Hg.): Polizeiliche Kriminalstatistik. Bundesrepublik Deutschland. Jahrbuch 2019. Wiesbaden, 2020

Jud, A. et al.: Häufgkeitsangaben zum sexuellen Missbrauch. Internationale Einordnung, Bewertung der Kenntnislage in Deutschland, Beschreibung des Entwicklungsbedarfs. Berlin, 2016

Tenbergen, G. et al.: The neurobiology and psychology of pedophilia: Recent advances and challenges. Frontiers in Human Neuroscience 9, 2015

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