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Meteorologie: Die globalen Folgen der Luftverschmutzung

Winde und Wolken können lokal freigesetzte Substanzen und Schadstoffe, die durch chemische Reaktionen in der Atmosphäre daraus hervorgehen, über große Teile der Erde verteilen. Solche Luftverunreinigungen beeinflussen dann weltweit sowohl die Niederschläge als auch das Klima.
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Bei starker Hitze gibt es im Sommer regelmäßig Warnungen wegen erhöhter Ozonwerte in der Luft. Gesundheitsrisiken bestehen besonders für empfindliche Bevölkerungsgruppen wie Kinder, Senioren und Menschen mit Atemwegserkrankungen. Nach jüngsten Modellrechnungen einer Forschergruppe um Raquel Silva von der University of North Carolina in Chapel Hill verursacht bodennahes Ozon weltweit jährlich 470 000 Todesfälle. Schon 1999 hatte das Umwelt- und Prognose-Institut (UIP) in Heidelberg ermittelt, dass in Deutschland zwischen 1990 und 1995 fast 4000 Menschen im Jahr – vorwiegend Alte und Kranke – wegen zu hoher Ozonbelastung gestorben sind.

Das aggressive Reizgas zählt zusammen mit Aerosolen, also Schwebeteilchen wie Staub, Ruß und Säuretröpfchen, zu den wichtigsten Luftverunreinigern. Bei beiden Substanzgruppen beruhen Verteilung und Spitzenwerte der Schadstoffe auf komplexen Wechselwirkungen zwischen chemischen sowie thermo- und fluiddynamischen Prozessen. Die Vorläufersubstanzen stammen aus verschiedenen Quellen, sowohl natürlichen als auch vom Menschen erzeugten. Sie werden vom Wind verfrachtet, mittels fotochemischer Reaktionen in die betreffenden Schadstoffe umgewandelt und irgendwann schließlich durch Niederschläge ausgewaschen.

Vorher aber können sie weite Wege zurücklegen – manchmal von einem Kontinent zum nächsten oder sogar rund um den Erdball. Insofern hat die Luftverschmutzung, die oft als lokales oder regionales Problem empfunden wird, eine weltweite Dimension. ...

Dezember 2013

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum der Wissenschaft Dezember 2013

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