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Geschlechter: Die Macht der Hormone

Psychologische Eigenarten von Mann und Frau bahnen sich bereits im ­Mutterleib an, denn die Gehirne von Ungeborenen gedeihen unter dem ­Einfluss verschiedener Hormoncocktails. Wie sich das auf die geistigen ­Talente im späteren Leben auswirkt, erklärt Claudia Christine Wolf von der Ruhr-Universität Bochum.
Mentale TrennlinieLaden...

Jan (fünf Jahre) rauft gern, baut Feuerwehr­autos aus Lego und verkleidet sich an Karneval als Pirat. Seine Schwester Lisa (sechs) hat ­dagegen eine fürsorgliche Ader, sie füttert und wickelt ihre Puppe Lilli und will ihr Prin­zes­sinnen­kleidchen am liebsten gar nicht mehr ausziehen. So sehr den Eltern der beiden auch eine geschlechtsneutrale Erziehung am Herzen liegt – bei der Wahl zwischen Eisenbahn und Puppenwagen, ferngesteuertem Jeep und Barbie, dem blauen und dem rosaroten T-Shirt sind die Vorlieben ihrer Kleinen klar verteilt.

Typisch Junge, typisch Mädchen – steckt dahinter womöglich doch mehr als nur ein Vorurteil oder der Einfluss der Erziehung? ...

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  • Quellen
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Jadva, V. et al.: Infants' Preferences for Toys, Colors and Shapes: Sex Differences and Similarities. In: Archives of Sexual Behavior 39, S. 1261-1273, 2010

Jansen, P., Heil, M.: Gender Differences in Mental Rotation Across Adulthood In: The Quarterly Journal of Experimental Psychology 36, S. 94-104, 2010

Swaab, D. F.: Sexual Differentiation of the Brain and Behavior. In: Best Practice and Research Clinical Endocrinology and Metabolism 21, S. 431-444, 2007

Swaab, D. F., Garcia-Falgueras, A.: Sexual Differentiation of the Human Brain in Relation to Gender Identity and Sexual Orientation. In: Functional Neurology 24, S. 17-28, 2009