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Schwerpunkt: Viren: Die Macht der Viren

Nicht erst seit dem Aufkommen der Schweinegrippe zählt die Virologie zu den spannendsten Gebieten der Biologie. Von ihren Erkenntnissen hängt das Überleben von hunderttausenden Menschen ab – jährlich.
Influenzavirus
Viren sind heute jedem bekannt, doch sie bleiben bedrohlich: So zum Beispiel durch die "normale" Grippewelle in jedem Winter, mit weltweit einer halben Million Toten; noch mehr im Vordergrund stehen sie, wenn wie im Frühjahr dieses Jahres ein neuer Typ von Influenza mit pandemischer, also erdumspannender Ausbreitung auftaucht, derzeit allerdings zum Glück mit mildem Verlauf.

Die winzigen Gebilde sind biologische Systeme, die sich vermehren können, sie sind dafür aber unbedingt von einer Wirtszelle abhängig. Viren bilden damit die Grenze zwischen lebendem Organismus und toter Materie. Ein Beispiel: Das Poliovirus, der Erreger der Kinderlähmung, kann einerseits als vermehrungsfähige biologische Einheit beschrieben werden, die eine infizierte Zelle in zentralen Funktionen so umprogrammiert, dass diese in wenigen Stunden hunderttausende neue Viren produziert. Es kann andererseits...

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