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Bronzezeit: Die Menschen aus der Lichtensteinhöhle

Menschenopfer oder Bestattungen? Diese Frage stand lange im Raum, nachdem Forscher in der Lichtensteinhöhle im Harz mehrere Skelette aus der Bronzezeit entdeckt hatten. Nicht absehbar war damals, dass es sich bei den Funden um den größten "DNA-Pool" jener Zeit handelt.
Entdeckung und Ausgrabung der bronzezeitlichen Menschenreste in der Lichtensteinhöhle bei Osterode am Harz waren ein Glücksfall für die archäologische und anthropologische Wissenschaft. Die in den Knochen der Toten außergewöhnlich gut erhaltene DNA ermöglichte nicht nur die Rekonstruktion der weltweit ältesten Großfamilie auf genetischer Basis, sondern auch den Nachweis heute noch in der Umgebung der Lichtensteinhöhle lebender Nachfahren. Aktuelle Forschungsergebnisse bieten jetzt neue Anhaltspunkte für die Deutung dieses außergewöhnlichen Fundorts.

2005 wurden die Ausgrabungen in der Höhle abgeschlossen, ohne jedoch den vermeintlich verstürzten bronzezeitlichen Zugang identifiziert zu haben. Nach mehrjähriger Suche wurde nun in einer engen Schachtspalte, mehrere Meter oberhalb der bekannten Räume, ein weiterführender Gang entdeckt ...
05/10

Dieser Artikel ist enthalten in epoc 05/10

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  • Buchauszug aus
Matthias Knaut, Roland Schwab (Hg.): Archäologie im 21. Jahrhundert. Innovative Methoden – bahnbrechende Ergebnisse. Theiss, Stuttgart 2010,
94 S., € 24,90.