Direkt zum Inhalt

Bronzezeit: Die Menschen aus der Lichtensteinhöhle

Menschenopfer oder Bestattungen? Diese Frage stand lange im Raum, nachdem Forscher in der Lichtensteinhöhle im Harz mehrere Skelette aus der Bronzezeit entdeckt hatten. Nicht absehbar war damals, dass es sich bei den Funden um den größten "DNA-Pool" jener Zeit handelt.
Entdeckung und Ausgrabung der bronzezeitlichen Menschenreste in der Lichtensteinhöhle bei Osterode am Harz waren ein Glücksfall für die archäologische und anthropologische Wissenschaft. Die in den Knochen der Toten außergewöhnlich gut erhaltene DNA ermöglichte nicht nur die Rekonstruktion der weltweit ältesten Großfamilie auf genetischer Basis, sondern auch den Nachweis heute noch in der Umgebung der Lichtensteinhöhle lebender Nachfahren. Aktuelle Forschungsergebnisse bieten jetzt neue Anhaltspunkte für die Deutung dieses außergewöhnlichen Fundorts.

2005 wurden die Ausgrabungen in der Höhle abgeschlossen, ohne jedoch den vermeintlich verstürzten bronzezeitlichen Zugang identifiziert zu haben. Nach mehrjähriger Suche wurde nun in einer engen Schachtspalte, mehrere Meter oberhalb der bekannten Räume, ein weiterführender Gang entdeckt ...
05/10

Dieser Artikel ist enthalten in epoc 05/10

Kennen Sie schon …

33/2019

Spektrum - Die Woche – 33/2019

Die Gattung Homo - Zeitgenossen des modernen Menschen

Spektrum Kompakt – Die Gattung Homo - Zeitgenossen des modernen Menschen

Noch vor zehn Jahren schien die Lage geklärt, die Gattung Homo erforscht. Doch immer deutlicher zeigt sich: Während des Großteils seiner Existenz hatte der moderne Mensch gleich eine ganze Handvoll Nachbarn.

09/2019

Spektrum - Die Woche – 09/2019

In dieser Ausgabe widmen wir uns kosmischen Treffern, Virunga und der Resilienz.

Lesermeinung

Beitrag schreiben

Wir freuen uns über Ihre Beiträge zu unseren Artikeln und wünschen Ihnen viel Spaß beim Gedankenaustausch auf unseren Seiten! Bitte beachten Sie dabei unsere Kommentarrichtlinien.

Tragen Sie bitte nur Relevantes zum Thema des jeweiligen Artikels vor, und wahren Sie einen respektvollen Umgangston. Die Redaktion behält sich vor, Leserzuschriften nicht zu veröffentlichen und Ihre Kommentare redaktionell zu bearbeiten. Die Leserzuschriften können daher leider nicht immer sofort veröffentlicht werden. Bitte geben Sie einen Namen an und Ihren Zuschriften stets eine aussagekräftige Überschrift, damit bei Onlinediskussionen andere Teilnehmer sich leichter auf Ihre Beiträge beziehen können. Ausgewählte Lesermeinungen können ohne separate Rücksprache auch in unseren gedruckten und digitalen Magazinen veröffentlicht werden. Vielen Dank!

  • Buchauszug aus
Matthias Knaut, Roland Schwab (Hg.): Archäologie im 21. Jahrhundert. Innovative Methoden – bahnbrechende Ergebnisse. Theiss, Stuttgart 2010,
94 S., € 24,90.