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Seidenstraße: Sodger: Die Netzwerker des Ostens

Kaum einer kennt sie, dabei waren sie einst die erfolgreichsten Händler und Diplomaten entlang der Seidenstraße und darüber hinaus: die Sogder. Vom 6. bis ins 8. Jahrhundert beherrschte das ostiranische Volk ein Handelsimperium, das von der Krim bis nach Korea reichte. Erst als die Kaufleute den chinesischen Thron anstrebten, sank ihr Stern.

China boomt: Im November 2010 kürte das amerikanische Magazin "Forbes" den chinesischen Staatsund Parteichef Hu Jintao zum mächtigsten Mann unseres Planeten – eine Auszeichnung, die zuvor dem jeweiligen Präsidenten der USA vorbehalten war. Darüber hinaus sieht man allenthalben Produkte mit dem Label "Made in China". Chinesische Wissenschaftler unterrichten und forschen an den führenden Universitäten Deutschlands und der ganzen Welt. Das riesige Land in Ostasien ist zum Inbegriff eines Global Player geworden. Freilich ist es nicht das erste Mal in seiner Geschichte, dass sich das "Reich der Mitte" zu einer führenden Weltmacht aufschwingt. Und so werden die Entwicklungen der Gegenwart gerne mit der Epoche der Tang-Dynastie (618 – 907) verglichen, während der das alte China sein goldenes Zeitalter erlebte.

Spezial Archäologie - Geschichte - Kultur 2/2015

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum der Wissenschaft Spezial Archäologie - Geschichte - Kultur 2/2015

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  • Literaturtipps
Dien, A. E.: The Tomb of the Sogdian Master Shi: Insides into the Life of a Sabao. In: The Silk Road 7, S. 42-50, 2009

Grenet, F.: Religious Diversity among Sogdian Merchants in Sixth-Century China: Zoroastrianism, Buddhism, Manichaeism, and Hinduism. In: Comparative Studies of South Asia, Africa and the Middle East 27 (2), S. 463-478, 2007

de la Vaissière, É.: Sogdian Traders. A History. Brill, Leiden 2005