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Blick in die Forschung: Kurzberichte: Die neue Milchstraße: Blasen, Keulen und Kamine

Die Milchstraße besitzt weit mehr großräumige Strukturen als gedacht. Sie sind Zeugen einer unruhigen Vergangenheit unserer Heimatgalaxie.
Fermiblasen

Könnte man den Himmel mit Röntgenaugen betrachten, sähe unsere Milchstraße wohl reichlich merkwürdig aus: Sie raucht gewissermaßen vor sich hin wie ein erkaltender Ofen. Astronomen unter der Leitung von Gabriele Ponti vom Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik (MPE) in Garching haben nun das zugehörige Ofenrohr gefunden: Mit Hilfe des Röntgensatelliten XMM-Newton entdeckten sie zwei ausgedehnte, keulenförmige Regionen ober- und unterhalb der galaktischen Scheibe. Die von den Forschern »galactic chimneys« – galaktische Kamine – genannten röntgenhellen Zonen stehen nahezu senkrecht zur Milchstraßenebene. Sie reihen sich ein in eine ganze Serie von ähnlich gelagerten Objekten, die sukzessive in den vergangenen Jahren entdeckt worden waren. Sie alle belegen, dass es im Zentrum unserer Galaxie von Zeit zu Zeit wesentlich aufregender zugeht als heute – und der Ofen immer mal wieder heiß wird …

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  • Literaturhinweise

Bührke, T.: Rätselhafte Vergangenheit des galaktischen Zentrums. Sterne und Weltraum 1/2011, S. 26–27

Crocker, R.: Ein neuer Blick auf die Fermi-Blasen. Sterne und Weltraum 5/2013, S. 28–29

Hattenbach, J.: Vom Galaxienwind verweht. Sterne und Weltraum 3/2019, S. 24–26

Ponti, G. et al.: An X-ray chimney extending hundreds of parsecs above and below the Galactic Centre. Nature 567, 2019