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Emotionen: Die Pein der Verlegenheit

Verlegen sein dient unseren Sozialkontakten. Doch häufig verführt uns die Angst vor Peinlichkeit zu einem Verhalten, mit dem wir uns selbst schaden.
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Als sie das Café betritt, stolpert die Dame. Sie errötet spontan, unwillkürlich grinst sie auch. Ein paar endlose Augenblicke ist ihr äußerst unbehaglich zu Mute. Endlich hat sie einen Platz gefunden. Sie setzt sich – und schnell ist alles wieder im Lot.

An sich belanglose Vorfälle, die wir als peinlich empfinden, begegnen uns im sozialen Alltag allenthalben. Merkwürdigerweise erleben Betroffene solche Situationen oft keineswegs als trivial. Das eigenartige Gefühl der Verlegenheit – nicht zu verwechseln mit Scham – kann unser Verhalten erstaunlich stark beeinflussen. Um diese Emotion zu vermeiden, verhalten sich viele Menschen sogar unklug, bis hin zur Gesundheitsgefährdung.

Wann reagiert man betreten? Zunächst: Die Situationen, in denen Menschen verlegen werden, lassen sich objektiv nicht völlig erfassen. Ein subjektiver Faktor kommt hinzu, was übrigens für alle Gefühle gilt. Emotionspsychologen sprechen von kognitiver Bewertung. Sie meinen damit, dass wir glauben, uns im Leben an bestimmte vorgegebene Regeln halten zu müssen. Die These: Welche Emotionen ein Ereignis auslöst, hängt davon ab, welche Bedeutung wir ihm beimessen.
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Mai 2007

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum der Wissenschaft Mai 2007

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