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Welt der Wissenschaft: Planetenforschung: Hutkrempen und Schwimmreifen

Kurz vor dem Ende ihrer Saturnmission im Herbst 2017 flog die Raumsonde Cassini relativ dicht an den Kleinmonden in unmittelbarer Nähe zu den Ringen vorbei und untersuchte sie aus geringer Distanz. Dabei wurden seltsam geformte Himmelskörper mit besonderen Entwicklungsgeschichten enthüllt.
Saturnmond Pan

Saturn, der zweitgrößte Planet unseres Sonnensystems, beherbergt in unmittelbarer Nähe zu seinen berühmten Ringen mindestens sieben kleine Monde. Ihre Namen lauten: Pan, Daphnis, Atlas, Prometheus, Pandora, Janus und Epimetheus. Diese Monde halten durch ihre Gravitationskräfte die Ringpartikel zusammen und beeinflussen die Form und die Zusammensetzung des Ringsystems: Sie werden daher gerne auch als »Schäferhundmonde« bezeichnet. Zwei davon kreisen sogar inmitten der Hauptringe um den Planeten.

Die Ringe und die inneren Monde haben mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit eine gemeinsame Entstehungsgeschichte. Die Durchmesser dieser kleinen Monde betragen zwischen rund 10 (Daphnis) und ungefähr 200 Kilometer (Janus). Sie sind keine Kugeln, sondern eher unregelmäßig geformt und erinnern teilweise an Kartoffeln. Denn eishaltige Himmelskörper, die kleiner sind als etwa 400 Kilometer, vermag die eigene Schwerkraft nicht zu einer Kugel zu formen. Eine gemeinsame Eigenschaft sind ihre extrem …

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  • Literaturhinweise

Buratti, B. J. et al. : Close Cassini flybys of Saturn’s ring moons Pan, Daphnis, Atlas, Pandora, and Epimetheus. Science 364, 2019

Denk, T. : Cassinis großes Finale. Sterne und Weltraum 4/2017, S. 28–39

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