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Interview: "Die Tiere machen mit, wenn sie Lust dazu haben"

Wie motiviert man eine Affenbande zu kognitiven Höchstleistungen? Und was verraten diese über die Wurzeln der menschlichen Intelligenz? Die Göttinger Primatenforscherin Julia Fischer über ihre Arbeit mit Javaneraffen.
Julia Fischer

Frau Professor Fischer, Sie haben viel im Freiland in Afrika geforscht. Konnten Sie Unterschiede im Verhalten zwischen den Javaner­affen im Deutschen Primatenzentrum und ­ihren frei lebenden Artgenossen beobachten?
Ein wesentlicher Unterschiede ist: Bei uns in ­Göttingen haben die Javaner keine Fressfeinde, und auch die Futtersuche entfällt für sie. Das ­bedeutet, die Zeitbudgets für ihre Tätigkeiten sehen ganz anders aus. Tendenziell ist ihnen hier immer ein bisschen langweilig.
Nehmen die Javaneraffen deshalb gern an den kognitiven Tests teil?
Ja, wir profitieren sozusagen davon, dass sie hier nicht so viel zu tun haben ...

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  • Literaturtipp

Fischer, J.: Affengesellschaft. Suhrkamp Verlag, Berlin 2012
Julia Fischer entdeckte bei ihren Feldforschungen an Berberaffen und Pavianen in Afrika Gemeinsamkeiten zwischen Mensch und Tier.