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Blick in die Forschung: Kurzberichte: Delta Cephei, wir kannten dich kaum
Eine zirkumstellare Staubhülle, seltsame Röntgenstrahlung und nun auch noch ein enger Begleiter – im Jahresrhythmus finden Astronomen Überraschungen bei dem vermeintlich so gut verstandenen Stern. Aber langsam formen die Puzzleteile ein Bild.
Der veränderliche Stern Delta im Sternbild Kepheus ist einer der bedeutendsten Sterne des Himmels (siehe Bild oben). Er ist sechsmal so schwer und 2000-mal so leuchtkräftig wie unsere Sonne, vor allem aber Namensgeber einer ganzen Sternklasse: der Cepheiden. Deren regelmäßige Pulsationen sind Basis für die kosmische Entfernungsleiter, mit der die Astronomen Distanzmessungen bis hin zu weit entfernten Galaxien eichen. Denn die Periodendauer ihrer Pulsationen ist direkt mit der Leuchtkraft dieser Sterne verknüpft – und das macht die hellen Riesensterne zu idealen Standardkerzen. Delta Cepheis Helligkeit schwankt in etwa fünfeinhalb Tagen zwischen 3,5 und 4,4 mag (siehe SuW 7/2015, S. 72).
Sterne und Weltraum – Alpha Centauri: Wie viele Planeten hat unser Nachbar?
Das Alpha Centauri System besteht aus dem hellen Sternenpaar Alpha Centauri A und B sowie dem lichtschwachen Roten Zwerg Proxima Centauri. Besonders interessant wurde dieses nahe Sternsystem, als Hinweise auf mögliche Exoplaneten auftauchten – deren Existenz wurde jedoch durch wechselnde Beobachtungsergebnisse immer wieder infrage gestellt. Darüber hinaus: Der Rückblick auf die Kometen des vergangenen Jahres, verlief der Urknall völlig anders als gedacht und wie entstanden die unterschiedlichen Sterne in Kugelsternhaufen?
Spektrum - Die Woche – Die wilden Kühe von Tschernobyl
In Tschernobyl ist unfreiwillig ein einzigartiges, weitgehend menschenleeres Naturparadies entstanden. Lesen Sie, wie sich das Leben dort über die Jahre erholt hat. Darüber hinaus: Interview zur Rettungsaktion für den Buckelwal und wie funktioniert Quantenphysik in einem sich ausdehnenden Universum?
Spektrum der Wissenschaft – Wie entstand das Universum?: Bekannte Theorien auf dem Prüfstand
Unser Universum könnte aus winzigen Quantenfluktuationen hervorgegangen sein. Doch ein großes Geheimnis bleibt ungelöst: Was brachte den frühen Kosmos dazu, sich rasend schnell auszudehnen? Im zweiten Artikel unseres Titelthemas stellen wir Ihnen weitere Theorien zur Entstehung des Universums vor, die neben der Urknalltheorie diskutiert werden - etwa Big Bounce oder ein Spiegeluniversum. Außerdem tauchen wir tief in das Innere von Zellen ein: Enthält das menschliche Genom Tausende zusätzliche Bauanleitungen für Proteine, die bisher übersehen wurden – und wenn ja, welche Aufgaben erfüllen sie? Daneben berichten wir über eine neu entdeckte Art von Unendlichkeit, die erklären könnte, ob das mathematische Universum chaotisch oder geordnet ist, sowie über Birkenpech, das schon Neandertaler als hervorragenden Heißkleber nutzten.
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