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Schriftentstehung: Die Wiege der Schrift …

… stand in Südmesopotamien, in einer von den Sumerern besetzten Region. Ihre Schreiber entwickelten das ursprüngliche, ziemlich bruchstückhafte Piktogrammsystem weiter und begnügten sich nicht mehr damit, Gegenstände festzuhalten. So gelang es ihnen, Gedanken durch Zeichen auszudrücken.
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Mitte des 3. Jahrtausends v. Chr. regiert König Urukagina das sumerische Fürstentum Lagasch im äußersten Südosten Südmesopotamiens. Die Königsfamilie hat die Verwaltung der wichtigsten Heiligtümer in der Hand. Der Tempel der Göttin Baba in Girsu, in der Nähe von Lagasch, untersteht der Kontrolle Sasags, Urukaginas Frau. Zum Tempel gehören große Äcker, auf denen Hafer, Dinkel und Weizen angebaut werden.

Auf den Weiden werden Großvieh (Esel, Rinder) und Kleinvieh (Schafe, Ziegen, Schweine) gehalten. Dank dieser Erträge kann das Tempelpersonal fast autark leben. Es ist darum notwendig, über die Erträge wie auch über die bei der Bewirtschaftung anfallenden Kosten Buch zu führen. Also halten zahlreiche Tempelschreiber alle Daten auf Tontafeln fest. Sie sind die Einzigen im Königreich, die die Schrift beherrschen, was ihnen hohes Ansehen verleiht. Väter geben ihre Kenntnisse an die Söhne weiter …

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  • Buchauszug
Catherine Salles (Hg.): Chronik der alten Kulturen, Theiss, Stuttgart, August 2009, 336 S., über 400 Abbildungen, € 39,90.