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Die Wiege des Alphabets


Beim Vermessen einer alten Karawanenroute entdeckte ein Archäologen-Team um John Coleman Darnell von der Yale-Universität in New Haven (Connecticut) in Ägypten zwei Kalksteine mit den vermutlich ältesten bekannten Buchstaben. Die Inschriften, die in einem ausgetrockneten Flußbett namens Wadi el-Hol westlich von Luxor gefunden wurden, entstanden zwischen 1800 und 1900 vor Christus. Trotz des Fundortes stammen sie aber wahrscheinlich nicht von einem Ägypter, sondern von Semiten aus Palästina oder Syrien, die als Söldner, Bergleute oder Händler im Niltal arbeiteten. Die Semiten vereinfachten vermutlich einige der zahlreichen Hieroglyphen zu rund 30 Symbolen, aus denen sie, so wie wir heute, ihre Wörter zusammensetzten. Beispielsweise wurde aus aliph, das Ochse bedeutet, unser Buchstabe „A“, bet für Haus stand Pate für das „B“, und die Zickzacklinie, die ursprünglich Wasser symbolisierte, wandelte sich zum „M“. Über den genauen Inhalt des Textes zerbrechen sich die Forscher jedoch immer noch die Köpfe.


Aus: Spektrum der Wissenschaft 2 / 2000, Seite 10
© Spektrum der Wissenschaft Verlagsgesellschaft mbH

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