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Archäobotanik: Die Wüste lebte

Forscher rekonstruieren die Vegetation der Ostsahara zu Zeiten des Klimawandels.
Handikap in der WüsteLaden...
Atemberaubend! Dieses Wort trifft den Eindruck der vor Hitze flimmernden Fels und Dünenlandschaft der Ostsahara wohl am ehesten. Dabei fällt es schwer sich vorzustellen, dass eine der trockensten Wüsten der Erde einst Tier und Mensch eine Heimat bot. Doch Bohrkerne, gewonnen aus den Sedimenten einstiger Seen, enthalten Pollen und andere organische Materialien, die nach einer Radiokarbondatierung verraten: Um 8500 Jahre v. Chr. änderte sich das Klima im Zentrum der Ostsahara (heute großteils zu Ägypten, zu einem geringen zum Sudan gehörig). Es regnete genug, um Pflanzenwuchs zu ermöglichen, der Jäger und Sammler aus dem Süden und dem Niltal anlockte. Das wiederum lässt sich aus den zahlreichen Siedlungsplätzen ablesen.

Frühestens 2500 Jahre später begann dort die Viehzucht, insbesondere die Domestikation des Rinds, wenngleich die Jagd weiterhin eine wesentliche Lebensgrundlage blieb. Wie man früher den Herden der Antilopen, Gazellen und anderen Beutetieren durch die weiten Ebenen gefolgt war, zogen die Viehzüchter nun mit ihren Rindern durch die Ostsahara.

Um 5300 v. Chr., auch das erzählen Pflanzenreste und Siedlungsplätze, nahm der Niederschlag wieder ab. Bald blieben nur noch die...
Mai 2008

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum der Wissenschaft Mai 2008

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