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Soziale Netzwerke: Digitale Bande

Facebook, MySpace und andere soziale Netzwerke im Internet haben sich in nur sieben Jahren zum globalen Phänomen entwickelt. Forscher unter­suchen jetzt, was die Onlinebeziehungen mit unserer Psyche anstellen – denn nicht jeder profitiert von seinen virtuellen Kontakten.
Virtuelle Verstrickungen
Thomas lässt jeden bis ins kleinste Detail wissen, was er gerade macht. Seine Facebookseite ist übersät mit Einträgen wie "Habe einen Cappuccino getrunken und geh' jetzt joggen" oder "Rezept für meinen superleckeren Karamellkuchen verloren ... so ein Mist ... seufz". Wie Millionen anderer Mitglieder digitaler Netzwerke ist er davon überzeugt, dass seine Online­bekannten wissen wollen, was in seinem Leben passiert, und sorgt daher zuverlässig für stündliche oder gar halbstündliche Updates.
Reine Banalität? Nicht unbedingt. In gewisser Weise nehmen Thomas und seine Gesinnungsgenossen am größten je unternommenen Ex­periment zum Thema soziale Interaktion teil. Das Internet war zwar schon immer auch ein zwangloser Treffpunkt für Gleichgesinnte, doch Onlinenetzwerke wie Facebook oder StudiVZ bringen Ordnung ins Beziehungschaos und ermöglichen den Benutzern, gezielt miteinander zu kommunizieren ...

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Spektrum Kompakt – Einsamkeit

Wenn man die Zeit für sich nutzt, können Alleinsein und »Me-Time« sogar gesund sein. Ganz anders ist das bei Einsamkeit: Sie erhöht das Risiko für einen Schlaganfall oder Herz-Kreislauf-Probleme. Aber es gibt Wege aus der Einsamkeit und sie reichen von der Telefonseelsorge bis zum Teamsport.

Spektrum Kompakt – Mathe in der Popkultur

Die Simpsons sind bekannt dafür, Dinge vorherzusagen – wie die Masse des Higgs-Bosons. In vielen Filmen, Serien und Computerspielen steckt Mathematik, die begeistert oder im Fall von »Good Will Hunting« ärgert. Wie konnte ein Bug in »Doom« in der Zeit zurückreisen? Und sind Katzen eine Flüssigkeit?

Gehirn&Geist – Perfektionismus - Ein Risikofaktor für psychische Erkrankungen?

Rund 30 Prozent der Erwachsenen zeigen perfektionistische Tendenzen – doch oft hat dies auch seinen Preis. Perfektionismus kann ein Risikofaktor für psychische Erkrankungen sein. Wir berichten, wie ein gesunder Umgang mit den eigenen hohen Ansprüchen gelingen kann und welche Form von Perfektionismus Eltern vermeiden sollten, um ihre Kinder zu entlasten. Außerdem werfen wir einen Blick auf die langen Wartezeiten in der Psychotherapie, beleuchten, ob Ohrstöpsel tatsächlich den Schlaf verbessern, und fragen, wie wir möglichst lange gesund leben können.

  • Quellen
Literaturtipps

Palfrey, J., Gasser, U.: Generation Internet: Wie sie lebt, was sie denkt, wie sie arbeitet. Hanser, München 2008.
Einblicke in die Generation der unter 30-Jährigen, wendet sich an Eltern und Lehrer

Small, G.: iBrain: Wie die neue Medienwelt das Gehirn und die Seele unserer Kinder verändert. Kreuz, Freiburg 2009.
Populärwissenschaftliche Einführung in die Problematik des Umgangs mit elektronischen Medien


Quellen

Buffardi, L. E., Campbell, W. K.:Narcissism and Social Networking Web Sites. In: Personality and Social Psychology Bulletin 34, S. 1303-1314, 2008.

Steinfield, C. et al.:Social Capital, Self-Esteem, and Use of Online Social Network Sites: A Longitudinal Analysis. In: Journal of Applied Developmental Psychology 29(6), S. 434-445, 2008.

Sum, S. et al.:Internet Use and Loneliness in Older Adults. In: CyberPsychology & Behavior 11(2), S. 208-211, 2008.

Valkenburg, P. M., Peter, J.:Social Consequences of the Internet for Adolescents: A Decade of Research. In: Current Directions in Psychological Science 18 S. 1-5, 2009.

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