Direkt zum Inhalt
Login erforderlich
Dieser Artikel ist Abonnenten mit Zugriffsrechten für diese Ausgabe frei zugänglich.

Soziale Netzwerke: Digitale Bande

Facebook, MySpace und andere soziale Netzwerke im Internet haben sich in nur sieben Jahren zum globalen Phänomen entwickelt. Forscher unter­suchen jetzt, was die Onlinebeziehungen mit unserer Psyche anstellen - denn nicht jeder profitiert von seinen virtuellen Kontakten.
Virtuelle Verstrickungen
Thomas lässt jeden bis ins kleinste Detail wissen, was er gerade macht. Seine Facebookseite ist übersät mit Einträgen wie "Habe einen Cappuccino getrunken und geh' jetzt joggen" oder "Rezept für meinen superleckeren Karamellkuchen verloren ... so ein Mist ... seufz". Wie Millionen anderer Mitglieder digitaler Netzwerke ist er davon überzeugt, dass seine Online­bekannten wissen wollen, was in seinem Leben passiert, und sorgt daher zuverlässig für stündliche oder gar halbstündliche Updates.
Reine Banalität? Nicht unbedingt. In gewisser Weise nehmen Thomas und seine Gesinnungsgenossen am größten je unternommenen Ex­periment zum Thema soziale Interaktion teil. Das Internet war zwar schon immer auch ein zwangloser Treffpunkt für Gleichgesinnte, doch Onlinenetzwerke wie Facebook oder StudiVZ bringen Ordnung ins Beziehungschaos und ermöglichen den Benutzern, gezielt miteinander zu kommunizieren ...

Kennen Sie schon …

Spektrum Kompakt – Epigenetik - Der Sprung in die praktische Anwendung

Schon lange ist bekannt, dass äußere Einflüsse die Aktivität unserer Gene beeinflussen, ohne direkt in die DNA einzugreifen. Inzwischen geht die Medizin einen Schritt weiter: Lassen sich solche epigenetischen Prozesse womöglich auch gezielt für Therapien einsetzen?

Spektrum Kompakt – Quantencomputer - Der Weg in die praktische Anwendung

Im Jahr 2019 präsentierte Google den ersten Quantencomputer, der klassische Rechner übertrumpfen sollte. Mit weiteren Unternehmen wie IBM liefert sich der Konzern ein Rennen um die Frage: Wie schnell wird die Technologie die Praxis erobern?

Spektrum - Die Woche – 38/2021

In dieser Ausgabe widmen wir uns unter anderem der dunklen Energie und dem Goldrausch am Amazonas. Außerdem erklären wir, was die Körpersprache und die Blicke eines Menschen verraten.

Lesermeinung

Beitrag schreiben

Wir freuen uns über Ihre Beiträge zu unseren Artikeln und wünschen Ihnen viel Spaß beim Gedankenaustausch auf unseren Seiten! Bitte beachten Sie dabei unsere Kommentarrichtlinien.

Tragen Sie bitte nur Relevantes zum Thema des jeweiligen Artikels vor, und wahren Sie einen respektvollen Umgangston. Die Redaktion behält sich vor, Leserzuschriften nicht zu veröffentlichen und Ihre Kommentare redaktionell zu bearbeiten. Die Leserzuschriften können daher leider nicht immer sofort veröffentlicht werden. Bitte geben Sie einen Namen an und Ihren Zuschriften stets eine aussagekräftige Überschrift, damit bei Onlinediskussionen andere Teilnehmer sich leichter auf Ihre Beiträge beziehen können. Ausgewählte Lesermeinungen können ohne separate Rücksprache auch in unseren gedruckten und digitalen Magazinen veröffentlicht werden. Vielen Dank!

  • Quellen
Literaturtipps

Palfrey, J., Gasser, U.: Generation Internet: Wie sie lebt, was sie denkt, wie sie arbeitet. Hanser, München 2008.
Einblicke in die Generation der unter 30-Jährigen, wendet sich an Eltern und Lehrer

Small, G.: iBrain: Wie die neue Medienwelt das Gehirn und die Seele unserer Kinder verändert. Kreuz, Freiburg 2009.
Populärwissenschaftliche Einführung in die Problematik des Umgangs mit elektronischen Medien


Quellen

Buffardi, L. E., Campbell, W. K.: Narcissism and Social Networking Web Sites. In: Personality and Social Psychology Bulletin 34, S. 1303-1314, 2008.

Steinfield, C. et al.: Social Capital, Self-Esteem, and Use of Online Social Network Sites: A Longitudinal Analysis. In: Journal of Applied Developmental Psychology 29(6), S. 434-445, 2008.

Sum, S. et al.: Internet Use and Loneliness in Older Adults. In: CyberPsychology & Behavior 11(2), S. 208-211, 2008.

Valkenburg, P. M., Peter, J.: Social Consequences of the Internet for Adolescents: A Decade of Research. In: Current Directions in Psychological Science 18 S. 1-5, 2009.