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Astrophysik: Dunkles Orakel zur Dunklen Materie

Im Rahmen der Satellitenmissionen PAMELA und Fermi wurden Energiespektren von Elektronen, Positronen, Antiprotonen und Gammastrahlung aus dem All gemessen. Die darin vermuteten Signale von Dunkler Materie ließen sich jedoch nicht zweifelsfrei nachweisen.
Das Universum muss etwa fünfmal so viel unsichtbare, dunkle wie normale, leuchtende Materie enthalten. Das ergibt sich indirekt aus zahlreichen Beobachtungen, Messungen und Berechnungen. Die Teilchen der Dunklen Materie wurden allerdings trotz ihrer Häufigkeit bisher nicht entdeckt. Der Grund dafür ist, dass sie lediglich auf die Gravitation und sonst allenfalls noch auf die schwache Wechselwirkung ansprechen; gegenüber der starken und elektromagnetischen Kraft, die im Bereich gewöhnlicher Materie dominieren, sind sie dagegen unempfindlich. Physiker nennen sie deshalb weakly interacting massive particles (schwach wechselwirkende, massereiche Teilchen) oder kurz WIMPs. Ähnlich den allerdings fast masselosen Neutrinos schwirren sie scharenweise wie Geister durchs All und durchdringen dabei auch unbemerkt die Erde und unsere Körper.

In den meisten theoretischen Modellen haben diese Teilchen die 100- bis 1000-fache Masse eines Protons. Als guter Kandidat gilt das leichteste...
August 2009

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum der Wissenschaft August 2009

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