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Editorial: Die Macht der Bilder

Liebe Leserin, lieber Leser,

in diesem Monat beginnt der Sommer auf der Nordhalbkugel. Nachthimmelfans werden kaum auf ihre Kosten kommen, weil nach der Abenddämmerung unser Tagesgestirn wenige Stunden später wieder alles überstrahlt. Dennoch möchten wir ab S. 68 Ihre Aufmerksamkeit auf ein paar besonders hübsche Bildmotive der Astronomie lenken: Kugelsternhaufen.

Das James Webb Space Telescope (JWST) begeistert die astronomische Community, noch bevor es die ersten »richtigen« First-Light-Bilder veröffentlicht. Alles läuft wie am Schnürchen: Start, Entfaltungen des Observatoriums, Abkühlung sowie Tests. An seinem Parkorbit im All ist das Teleskop jedoch nicht allein. Unter anderem befindet sich der ESA-Astrometriesatellit Gaia in der Nähe. Ulrich Bastian beschreibt in seinem lesenswerten Bericht, wie es zu einem denkwürdigen JWST-Foto kam (S. 28).

Seit Februar 2021 befindet sich der NASA-Rover Perseverance auf dem Mars. Es ist nicht der erste Rover, aber die Mission ist verbunden mit einigen Premieren: die erste gefilmte Landung, die ersten aufgezeichneten Geräusche und Töne in der Marsatmosphäre sowie der erste Motorflug auf einem anderen Planeten, durchgeführt mit der Helikopterdrohne Ingenuity.

Inzwischen haben Rover und Minihubschrauber im Krater Jezero gut Strecke gemacht. Mit dem Rover wurden Gesteinsproben entnommen, die hoffentlich im Jahr 2031 zur Erde überführt werden können. Über allem schwebt natürlich die Frage, ob es irgendwo auf dem Roten Planeten Leben gab oder sogar überdauert hat. Die Wissenschaftsjournalistin Nadia Drake zieht ab S. 34 Bilanz zu einem Jahr Perseverance auf dem Mars.

Im April 2022 feierte »Sterne und Weltraum« sein 60-jähriges Jubiläum. Diesen Erfolg verdanken wir auch der visuellen Präsentation der Inhalte. Fast die Hälfte dieser langen Zeit gestaltete unsere Layouterin Bärbel Wehner mit großem Engagement die Hefte und setzte die Inhalte gekonnt in Szene. Besonders hervorheben möchte ich ihr Gespür, die astronomisch relevanten und interessanten Details zu identifizieren, um so konstruktive Vorschläge für die Bebilderung zu machen. Liebe Bärbel, im Namen der ganzen Redaktion, des Kollegiums, und bestimmt darf ich sagen, aller Leserinnen und Leser: Ganz herzlichen Dank!

Husch ins Heft! Ihr Andreas Müller

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