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Editorial: Dreihundertmal "Spektrum"



Die Spektrum-Ausgabe, die Sie in der Hand halten, ist das dreihundert-und-erste Heft dieser Monatszeitschrift. Vor 25 Jahren erschien zuerst eine "Nullnummer" ohne Datumsangabe, danach startete das Heft im November 1978 den Monatstakt – bis heute. Unser Jubiläumsjahr feierten wir mit einigen Aktionen: der Artikelserie "25 Jahre Spektrum", in der wir für ausgewählte Wissensgebiete das letzte Vierteljahrhundert Revue passieren ließen – diesmal mit "Immunologie", und im Dezember zum Abschluss mit "Kosmologie". Im Sonderteil "Innovation in Deutschland" des vorliegenden Hefts beleuchten wir den Zustand technologischer Kreativität in unserem Land. Und schließlich als leichte Muse: das Preisrätsel. Sein dritter Teil in diesem Heft könnte Ihnen sogar eine Reise nach New York und einen Besuch bei Scientific American bescheren! (Seite 100)

Wie sehen wir uns im Verhältnis zu Ihnen? Wir machen das Magazin ausschließlich für unsere Leser – und befragen Sie deshalb seit über vier Jahren jeden Monat, was Sie an der jeweils aktuellen Spektrum-Ausgabe im Detail gut oder schlecht finden. Es sind auch Ihre Wünsche, die das Magazin prägen. Unter anderem haben wir daraus gelernt, dass Sie Chemie, Mathematik und Computer am wenigsten mögen, Astro-nomie/Kosmologie, Physik, Archäologie und Biowissenschaften dagegen am liebsten. Bei den Rubriken rangieren "Forschung Aktuell", das "Spektrogramm" und das "Bild des Monats" in der Hitliste ganz oben.

Wie hat sich unser Magazin dadurch verändert? Einmal ist Spektrum – als deutsche Ausgabe von Scientific American – in den letzten Jahren eigenständiger geworden: Rund sechzig Prozent aller Themen und Autoren entstammen heute deutschen Forschungsinstituten. Zum anderen haben wir versucht, Spektrum noch mehr Profil und Aktualität zu geben. Das begann mit der Einführung von Kommentaren ("Nachgehakt") und führte uns auch zu leichteren Elementen wie Glossen ("Am Rande") oder Cartoons. Gerade die manchmal amüsanten, manchmal auch sarkastischen Strichzeichnungen von "OH", dem österreichischen Psychologieprofessor Oswald Huber von der Universität Fribourg/Schweiz, möchten viele von Ihnen laut Umfrage nicht mehr missen. Auch neue Rubriken wie "Wissenschaft im Alltag" erfreuen sich Ihrer Gunst. Aber andere Kolumnen wie "Ausgezeichnet" haben Sie über ein Negativvotum "abgewählt" oder, wie etwa eine geplante "Schachecke", gar verhindert.

Neben der Monatsausgabe mit Berichten aus allen Wissenschaftsgebieten erscheinen laufend Sonderhefte zu Einzelthemen, die wir bedeutend finden: zuletzt "Krebsmedizin II", das "Sexualleben in der Tierwelt" oder ein Porträt der Nobelpreisträger-Familie "Curie".

Erfreuliche Zuwächse hat die Familie der Spektrum-Zeitschriften in jüngerer Zeit bekommen: Nicht nur erscheint "Sterne und Weltraum" bei uns, ein Astronomie-Monatsheft, das seit langem anspruchsvollere Sternfreunde bedient. Auch unsere neue Zeitschrift "Astronomie Heute" versucht – auf populärere Weise für Amateur- und Lehnstuhlastronomen –, die Geheimnisse des Himmels zu erklären. Schließlich wenden wir uns mit unserem dritten Kind, dem Magazin "Gehirn&Geist" an alle, denen Psychologie und Hirnforschung am Herzen liegen – brisante Forschungsgebiete, die den Rätseln von Bewusstsein, Denken und Kreativität auf der Spur sind. Spektrum bleibt, so hoffen wir, neugierig und wissensdurstig wie Sie, liebe Leser.

Aus: Spektrum der Wissenschaft 11 / 2003, Seite 3
© Spektrum der Wissenschaft Verlagsgesellschaft mbH

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