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Editorial: Expeditionen in die Zukunft

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Als Kind faszinierte mich eine farbige Zeichnung in einem Buch über die Zukunft. Sie zeigte, wie die Autos im Jahr 2000 über die Autobahn schweben sollten: auf Luftkissen, ohne Fahrer, ohne Lenkrad. Die Reisenden saßen im Kreis und plauderten miteinander, niemand musste auf den Verkehr achten. Eine Magnetführung in der Fahrbahndecke sorgte dafür, dass jeder Wagen sicher ans Ziel gelangte. Das Buch, aus dem diese nicht eingetretene Vision stammt, ist vor genau 38 Jahren erschienen. In 38 Jahren, von heute aus gesehen, schreiben wir das Jahr 2050 – und in diesem Spektrum neo fragen wir Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler: Wie wird die Welt aussehen, in der wir dann leben?

Doch halt: So gestellt, ist die Frage für ernsthafte Forscher unmöglich zu beantworten. Denn Prognosen über die Zukunft, das zeigt das Beispiel der Luftkissenautos, sind niemals sicher, sondern immer nur mehr oder weniger wahrscheinlich. Warum das so ist, erklärt neo-Redakteur Klaus- Dieter Linsmeier in seinem Artikel ab S. 16. Während seiner Besuche bei drei Zukunftsforschern erfuhr er, welche ausgeklügelten Techniken Wissenschaftler verwenden, um möglichst sichere Aussagen über die Welt von morgen machen zu können. Und warum sie doch oft danebenliegen!

Mit Hilfe dieser Methoden versuchen Forscher Antworten auf viele spannende Fragen zu finden, um die sich neo Nr. 2 dreht: Wie sehen die Häuser und Städte im Jahr 2050 aus? Welche Verkehrsmittel werden wir benutzen? Wie können wir sie umweltschonender machen? Womit stillen wir den ständig steigenden Energiehunger der Welt – und wie schützen wir dabei das Klima unserer Erde? Wie werden wir kommunizieren, wie sieht das Internet der Zukunft aus, in welcher Sprache unterhalten wir uns im Jahr 2050? Und wird es Ärzten gelingen, Krankheiten wie Krebs oder Aids zu besiegen?

Die Zukunft zu gestalten, ist aufregend. Gemeinsam mit mehreren "neo"-Reportern haben wir Wissenschaftlern, Ingenieuren und sogar einer Ministerin dabei über die Schulter geschaut. Den Auftrag dafür habt ihr uns selbst erteilt: Im letzten Herbst haben mehr als 200 Mädchen und Jungen auf www.spektrum-neo.de das Thema dieses Hefts ausgewählt. Danke fürs Mitmachen! Sagt uns jetzt, wie ihr das Heft findet. Wir freuen uns über eure Kommentare!

Nun aber erst einmal viel Spaß beim Entdecken der Zukunft!

Euer
Carsten Könnecker

Nr. 2 (2012)

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum neo Nr. 2 (2012)

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