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Editorial: Hubble: Ein Botschafter der Astronomie

Liebe Leserin, lieber Leser,

1990: ein Jahr, das Europa und der Welt zahlreiche politische Neuerungen brachte. Während Grenzbefestigungen fielen und die beiden deutschen Staaten der Einheit entgegenstrebten, brach auch für die astronomische Forschung ein neues Zeitalter an: Am 24. April jenes Jahres trug das Spaceshuttle Discovery das von der NASA und der ESA entwickelte Weltraumteleskop Hubble in eine Umlaufbahn um die Erde. Das Observatorium sollte von seiner hohen Warte aus die Störungen durch die Erdatmosphäre umgehen, die das Auflösungsvermögen von Fernrohren auf dem Erdboden begrenzen.

25 Jahre später ist das nach dem Astronomen Edwin Hubble benannte Teleskop immer noch im Einsatz. Und fast vergessen ist die anfängliche Peinlichkeit: Erst nach dem Start hatte sich herausgestellt, dass der 2,4 Meter messende Hauptspiegel falsch geschliffen worden war. Die Folge: massive Bildfehler. Doch in mehreren Spaceshuttle-Einsätzen wurde die Fehlsichtigkeit korrigiert und das Observatorium für die Nach-Shuttle-Ära fit gemacht. Wie kaum ein anderes Beobachtungsgerät hat sich das Hubble-Weltraumteleskop mit seinen Aufnahmen ferner Nebel und Galaxien als Botschafter der Astronomie hervorgetan und die Öffentlichkeit an der aktuellen Forschung teilnehmen lassen. Zum 25-jährigen Jubiläum zeigen wir deshalb eine Auswahl der schönsten Hubble-Fotos (S. 24). Einen früheren Artikel über das Teleskop stellen wir online unter 15 Jahre Weltraumteleskop HUBBLE zur Verfügung.

Mehr Botschafter für die Astronomie wünsche ich mir auch an Deutschlands Schulen. Die partielle Sonnenfinsternis vom 20. März bot ein eindrucksvolles Beispiel, wie engagierte Lehrkräfte ein solches Naturschauspiel in ihren Unterricht einbeziehen. Doch dass viele Schülerinnen und Schüler während der Finsternis in verdunkelten Räumen verbringen mussten, wirkt verstörend. Solche Vorkommnisse werfen dunkle Schatten auf unser Bildungssystem (S. 40).

Herzlichst grüßt Ihr

Uwe Reichert

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