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Editorial: Rendezvous mit einem Killer

Liebe Leserin, lieber Leser,

wir leben in schwierigen Zeiten, aber es könnte noch schlimmer kommen, wie das Cover unseres Novemberhefts zeigt. Der Einschlag eines großen kosmischen Körpers auf der Erde geschieht zum Glück sehr selten, jedoch führte uns zuletzt das Tscheljabinsk-Ereignis im Februar 2013 dramatisch vor Augen, dass die kosmische Gefahr allgegenwärtig ist. Damals wurde die russische Stadt von einem Asteroiden getroffen, der in der Atmosphäre zerplatzte. Nur einige Fragmente trafen die Erdoberfläche. Es gab Verletzte, und Fenster barsten durch die Druckwelle. Wie durch ein Wunder forderte das Ereignis keine Menschenleben. In der Erdgeschichte gab es viele weniger gravierende und einige deutlich schlimmere Katastrophen dieser Art. Davon zeugen Spuren auf und unter der Erdoberfläche. Sie zu finden, erfordert zum Teil detektivischen Spürsinn. Manfred Gottwald, Thomas Kenkmann und Wolf Uwe Reimold tragen ab S. 18 viele interessante Fakten über Impaktstrukturen zusammen.

Tatjana Gobold studiert Physik an der Universität Innsbruck. Sie stellte schon viele gute Fragen, die Einzug in unsere Rubriken »Leserbriefe« und »Expertenantwort« fanden. Ich freue mich sehr, dass Frau Gobold für uns zur Feder gegriffen und ihren ersten SuW-Kurzbericht geschrieben hat. Ab S. 15 stellt sie ein besonders merkwürdiges Objekt vor, welches das Kuriositätenkabinett der Schwarzen Löcher erweitert.

Max Wolf und Edward Barnard waren Pioniere der Astrofotografie im 19. und 20. Jahrhundert. Dietrich Lemke und Kalevi Mattila präsentieren die beiden Profiastronomen und ihre wissenschaftliche Arbeit in einem lesenswerten Beitrag ab S.  28.

Sicherlich ist Ihnen der Stern Algol im Sternbild Perseus bekannt. Um ihn rankt sich nicht nur der griechische Mythos vom abgeschlagenen Gorgonenhaupt; er ist auch astronomisch betrachtet ein faszinierendes Objekt: Algol ist ein bedeckungsveränderliches Sternsystem. Überzeugen Sie sich am besten persönlich davon und nutzen Sie dafür die wertvollen Informationen und Tipps, die Klaus-Peter Schröder ab S. 66 zusammengestellt hat.

Unsere Leserschaft weiß, dass wir in jeder Ausgabe einen scharfen Blick auf unser Heimatgestirn werfen und über seine Aktivität in der Rubrik »Sonne aktuell« (S. 56) berichten. Die Fachgruppe Sonne der Vereinigung der Sternfreunde e. V. (VdS) verfolgt unser Tagesgestirn ebenfalls mit Argusaugen. Michael Delfs fasst ab S. 62 die Ergebnisse der Fachgruppe für das Sonnenjahr 2021 zusammen.

Husch ins Heft! Ihr Andreas Müller

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