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Sonnensystem: Ein Mond mit dem Zeug zum Planeten

Titan, der größte Satellit des Planeten Saturn, verdient es nicht, als schlichter Mond bezeichnet zu werden. Denn als fast zu vertraut empfinden wir Erdbewohner seine Landschaften, über denen sich Regenwolken sammeln und die erst dank Flüssen zu ihrer heutigen Form gelangten.
Titan
Wir waren alle ziemlich überrascht, als wir im Kontrollraum die ersten Bilder sahen. Einige von uns glaubten, die Küste Kaliforniens zu erkennen, andere die französische Riviera. Sogar an seinen Garten in Tucson, Arizona, fühlte sich ein Kollege erinnert. Hätten wir nicht gewusst, dass die gerade eingetroffenen Aufnahmen Landschaften des Saturnmonds Titan zeigten, so hätten wir vielleicht geglaubt, auf den Monitoren seien neue Fotos vom Mars oder gar von der Erde zu sehen.

Bis zu diesem Augenblick waren wir ziemlich nervös gewesen. Denn nach ihrer Trennung von der Orbitersonde Cassini war die Landekapsel Huygens drei Wochen lang antriebslos auf ihr Ziel zugetrieben. Das tatenlos mitanzusehen, war uns schwergefallen: Wir hatten einen großen Teil unserer Laufbahn an dieser Mission gearbeitet, wir hatten Systeme und Instrumente dafür entwickelt. Wir hatten uns immer wieder in die Sonde hineinversetzt, um uns vorzustellen, wie sie auf einer fremden und weit gehend unbekannten Welt funktionieren könnte. Und wir hatten uns die Welt des Titans vorgestellt. Wir dachten, er ähnele Jupitermonden wie dem kraterübersäten Kallisto oder dem zerfurchten Ganymed mit ihren ebenfalls je rund 5000 Kilometer Durchmesser. Doch die Bilder, die am 14. Januar 2005 im European Space Operations Center in Darmstadt eintrafen, verwirrten uns: Niemand hatte erwartet, dass Titans Landschaft jener der Erde so sehr ähneln würde...

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