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Wissenschaftstheorie: Ein Plädoyer für viele Welten

Zehs Lösung der Quantenrätsel mutet gewagt an. Andererseits sieht die orthodoxe Kopenhagener Deutung allmählich ziemlich alt aus.

Den Physik-Nobelpreis 2012 verdienten sich zwei "Quantendompteure": Der Amerikaner David Wineland und der Franzose Serge Haroche drangen mit raffinierten Experimenten in den Grenzbereich zwischen klassischer Physik und Quantenmechanik vor. Insbesondere Haroche untersuchte quasi in Zeitlupe das Phänomen der so genannten Dekohärenz – den Übergang einer quantenmechanischen Zustandsüberlagerung in einen eindeutigen, "klassischen" Zustand.

Damit realisierte er ein berühmtes Gedankenexperiment des österreichischen Physikers Erwin Schrödinger (1887 – 1961). An die Stelle der sprichwörtlich gewordenen Katze, die quantenmechanisch bedingt in einem Schwebezustand zwischen Leben und Tod verharrt, solange sie in einem Kasten von der Umwelt isoliert bleibt, trat bei Haroche ein einzelnes Atom. Dieses "Schrödinger-Kätzchen" verlor ...

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