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Demenz

Ein Training gegen Alzheimer

Eine Studie mit mehr als 1200 Teilnehmern belegt erstmals: Gesunde Ernährung, intensiver Sport und Denkaufgaben wirken dem geistigen Abbau entgegen.
Ein älterer Mann sitzt auf einem Gymnastikball und trainiert mit Kurzhanteln.

Die gute Nachricht zuerst: Wir leben länger als je zuvor. Während die Lebenserwartung Anfang des 19. Jahrhunderts noch bei 45 Jahren lag, erreichen die Menschen inzwischen in vielen Ländern (darunter die meisten europäischen Staaten, Japan, Kanada und Australien) ein durchschnittliches Alter von über 80. Allerdings erfreuen wir uns in den letzten 20 Lebensjahren nicht unbedingt bester Gesundheit. Laut internationalen Studien entwickeln die meisten Menschen ab 60 mindestens eine dauerhafte Erkrankung, etwa Herzprobleme oder einen Diabetes. Unter den 80-Jährigen, so ergab kürzlich eine Untersuchung in Schweden, ist nur einer von zehn gesund. Die meisten leiden ab diesem Alter an mindestens einer oder sogar zwei chronischen Krankheiten.

Viele Gesundheitsprobleme lassen sich medizinisch mittlerweile gut kontrollieren. Nach wie vor gibt es aber altersbedingte Erkrankungen, die schlecht therapierbar sind – darunter Alzheimer, die häufigste Demenzform. Schätzungen zufolge sind weltweit rund 50 Millionen Menschen von Demenz betroffen. Sollten in den nächsten Jahren keine therapeutischen Erfolge erzielt werden, könnte die Zahl bis zum Jahr 2050 auf mehr als 130 Millionen ansteigen.

Die Alzheimerkrankheit raubt dem Patienten Schritt für Schritt seine Erinnerungen und seine Persönlichkeit. Das belastet ihn selbst schwer und ebenso seine Angehörigen und Freunde. Im Kampf gegen das grausame Leiden laufen derzeit mehr als 100 klinische Studien. Bislang haben Forscher jedoch kein Medikament gefunden, das die Hirnerkrankung stoppen kann. Mehr als 200 Wirkstoffe wurden in den vergangenen 30 Jahren erprobt und wieder verworfen. Dafür hat sich jetzt ein anderer Weg aufgetan: Zusammen mit anderen Forschern untersuchten wir, ob sich der geistige Abbau auch ohne Medikamente verhindern oder zumindest hinauszögern lässt – und unsere Ergebnisse geben allen Grund zur Hoffnung …

8/2017

Dieser Artikel ist enthalten in Gehirn&Geist 8/2017

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