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Welt der Wissenschaft: Forschung aktuell: Eine Nacht im Zentrum der Milchstraße

Schwarze Löcher sind nicht leicht zu finden. Im Zentrum der Milchstraße befindet sich aber mit Sicherheit eines. Beobachten kann man nur seine Auswirkungen auf die unmittelbare Umgebung – und das erfordert den Einsatz moderner Großteleskope im infraroten Spektralbereich.
Pünktlich, eine halbe Stunde vor Sonnenuntergang, holt der Nachtastronom der ESO die beiden Gastbeobachter am Wohngebäude knapp 200 Höhenmeter unter dem Gipfel des Cerro Paranal ab. Die beiden Gäste sind aus ihrem Heimatinstitut in Garching bei München angereist, um in dieser Juninacht das Zentrum der Milchstraße am bedeutendsten europäischen Observatorium, dem Very Large Telescope (VLT) der ESO, zu beobachten. Das VLT besteht aus vier Großteleskopen mit je acht Metern Öffnung. In der chilenischen Atacama-Wüste sind die Winternächte im Juni lang und kalt, gutes Beobachtungswetter ist nahezu garantiert. Am Kontrollgebäude angekommen, gehen die Wissenschaftler zunächst auf die Plattform, auf der die vier Teleskopriesen errichtet wurden. Techniker und Ingenieure der ESO haben die Teleskope schon für die Nacht vorbereitet. Die Kuppel steht kurz vor Sonnenuntergang bereits offen, damit sich die kleinen Temperaturunterschiede zwischen innen und außen ausgleichen, die im Laufe des Tages auftreten, obwohl das Kuppelinnere klimatisiert ist....

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Sterne und Weltraum – Explosion in Andromeda – Die Supernova von 1885

Die Supernova S Andromedae, die sich außerhalb unserer Galaxis in einer Entfernung von rund 2,5 Millionen Lichtjahren in der Andromedagalaxie ereignete, wurde von dem Astronomen Ernst Hartwig schon im Jahr 1885 entdeckt. Er schrieb damit Astronomiegeschichte. Heute setzen Instrumente wie das neue 4MOST Maßstäbe für die Forschung. Es kann mehr als 2000 Objekte am Himmel gleichzeitig ins Visier nehmen – Sternbeobachtung von den Anfängen bis ins digitale Zeitalter. Darüber hinaus: Schwarze Löcher, die nach dem Verschlingen eines Sterns nach einiger Zeit im Radiobereich wieder aufleuchten, die Geburt eines weißen Zwerges durch eine Sternkollision sowie unser Praxistipp zur Beobachtung des Südhimmels mit Remote-Teleskopen von zu Hause aus.

Spektrum - Die Woche – Gibt es Gott, Heino Falcke?

Gibt es Gott? Der Astrophysiker Heino Falcke sagt ja – und erklärt im Interview, warum Naturgesetze für ihn »Schöpfungsworte« sind. Außerdem: Vogelgrippe bei Katzen, die erste namentlich bekannte Autorin der Weltgeschichte und die Suche nach dem Wrack von MH370. Das und mehr in »Die Woche«.

Sterne und Weltraum – Raumzeit: Experimente zur Quantennatur

Die Relativitätstheorie Albert Einsteins ist das Meisterwerk zur Beschreibung der Schwerkraft. Seit Jahrzehnten steht aber die Frage im Raum, ob die Gravitation auf submikroskopischen Längenskalen modifiziert werden muss. Gibt es quantenhafte Austauschteilchen, die Gravitonen? In unserem Titelbeitrag stellen wir Überlegungen vor, wie man experimentell eine Quantennatur der Raumzeit testen könnte. Im zweiten Teil unseres Artikels zur Urknalltheorie beleuchten wir alternative Ansätze zur Dunklen Energie: das Local-Void- und das Timescape-Modell. Außerdem: Teil zwei unserer Praxistipps für die Astrofotografie mit dem Smartphone – Mond und Planeten im Fokus, die Ordnung im Chaos des Dreikörperproblems und woher stammen erdnahe Asteroiden?

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