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Stammzellforschung: Eizellen aus der Petrischale



Embryonale Stammzellen bilden den Stoff, aus dem moderne Medizinerträume sind. Da sie sich noch in jede Art von Gewebe verwandeln können, versuchen Forscher daraus Organe für neuartige Therapien zu züchten. Herz- und Nervenzellen ließen sich so im Tierversuch schon gewinnen. Jetzt machten Karin Hübner und Hans Schöler an der Universität von Pennsylvania in Philadelphia eine sensationelle Entdeckung: Sie beobachteten, wie embryonale Stammzellen im Labor spontan zu Gebilden heranwuchsen, die typische Eigenschaften von Eizellen aufwiesen. Den Beweis lieferte eine fluoreszierende Sonde für ein Gen, das nur in solchen Zellen aktiv ist. Noch ist allerdings unklar, ob sich die künstlich hergestellten Eizellen auch befruchten lassen. Wenn das beim Menschen gelänge, könnte man embryonale Stammzellen in Zukunft ohne Spendermütter produzieren. Das würde nicht nur vielen ethischen Bedenken den Boden entziehen, sondern auch den Mangel an Spender-Eizellen beheben, unter dem die Forscher derzeit leiden. (Scienceexpress, 1.5.2003)

Aus: Spektrum der Wissenschaft 7 / 2003, Seite 41
© Spektrum der Wissenschaft Verlagsgesellschaft mbH
7 / 2003

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum der Wissenschaft 7 / 2003

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