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ADHS: "Eltern neigen dazu, die Ernährung überzubewerten"

Es kursieren zahlreiche Theorien darüber, wie verschiedene Nahrungsbestandteile die Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) bei Kindern beeinflussen. Doch was davon stimmt wirklich? Der Psychologe Manfred Döpfner vom Universitäts­klinikum Köln erklärt, warum die Ernährung eine kleinere Rolle spielt als häufig vermutet
Manfred Döpfner

Herr Professor Döpfner, kann eine "falsche" Ernährung Hyperaktivität und Aufmerksamkeitsstörungen verursachen?
Vor zwei Jahren ergab eine in der Zeitschrift "The Lancet" veröffentlichte Untersuchung, dass Lebensmittelzusätze ADHS-Symptome ver­stärken können. Britische Forscher hatten Kindern über sechs Wochen hinweg in einem Fruchtsaft künstliche Farbstoffe sowie das Konservierungsmittel Natriumbenzoat verabreicht, und zwar ungefähr in der Menge, die auch in einer Tüte Süßigkeiten enthalten ist. Daraufhin waren die Kinder der Testgruppe laut Angaben von Eltern und Lehrern hyperaktiver als eine Vergleichsgruppe, die dasselbe Getränk ohne Zusatz zu sich genommen hatte. Noch dazu schnitten ältere Kinder in einem Aufmerksamkeitstest schlechter ab.
Wie lässt sich im Einzelfall feststellen, ob die Ernährung tatsächlich eine Rolle spielt?
Man testet das mit Hilfe einer so genannten Eliminationsdiät, also indem man das Essen für einen gewissen Zeitraum auf ganz wenige Lebensmittel beschränkt ...

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  • Literaturtipp

Döpfner, M. et al.: Wackel­peter und Trotzkopf. Beltz, Weinheim, 4. überarbeitete Auflage 2011
Selbsthilfeprogramm für Eltern von Kindern mit ADHS-Symptomen – mit Elternleitfaden und Onlinematerialien

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