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Bild des Monats: Entstehung eines Magnetsterns

Manche Sterne sind von ungewöhnlich starken Magnetfeldern umgeben, etwa Tau Scorpii im Sternbild Skorpion. Ein Team um Fabian Schneider vom Heidelberger Institut für Theoretische Studien hat nun mit einer aufwändigen Computersimulation nachvollzogen, wie der Riesenstern durch den Zusammenstoß zweier leichterer Sonnen entstanden ist. Demnach umkreisten sich die beiden Himmelskörper zunächst auf immer engeren Bahnen, was Materie wild durchs All schleuderte. Kurz vor der Verschmelzung strömte dann mehr und mehr Gas von einem Stern zum anderen und sammelte sich dort in einer Akkretionsscheibe. In ihr können turbulente Ladungsströme Magnetfelder enorm verstärken.

Wenn Tau Scorpii in ferner Zukunft in einer Supernova explodiert, bleibt vermutlich ein besonders stark magnetisierter Neutronenstern zurück, vermuten die Forscher. Bisher zählt es zu den offenen Fragen der Astrophysik, wie diese »Magnetare« entstehen können.

Dezember 2019

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum der Wissenschaft Dezember 2019

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  • Quelle
Nature 10.1038/s41586-019-1621-5, 2019