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Theory of Mind: Lügen will gelernt sein

Kleinkinder können noch nicht lügen. Diese wichtige und unterschätzte Fähigkeit muss sich jeder von uns erst mühsam aneignen – und sie verrät viel über unsere kognitive und moralische Entwicklung.

»Hast du etwa den Keks genascht?«, fragt der Vater seine vierjährige Tochter. Das Mädchen verneint, doch die Krümel in den Mundwinkeln entlarven sie sofort. Es sind solche Situationen, in denen Eltern oft erstmals beobachten, dass ihre Kinder sie auszutricksen versuchen. Auch die Fragen »Hast du schon Zähne geputzt?« oder »Hast du schon die Hände gewaschen?« sind beliebte Gelegenheiten dafür. Oft treten die ersten Flunkereien im Alter zwischen drei und fünf Jahren auf und dienen dazu, lästige Folgen zu vermeiden. Meist sind sie allerdings noch sehr offensichtlich und werden von den Eltern schnell entlarvt. Erwachsene hingegen sind routinierte Lügner. Verschiedenen Befunden nach sagen sie oft mehrmals am Tag die Unwahrheit…

7/2020

Dieser Artikel ist enthalten in Gehirn&Geist 7/2020

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  • Quellen

Allen, J. W. P., Lewis, M.: Who peeks: Cognitive, emotional, behavioral, socialization, and child correlates of preschoolers’ resistance to temptation. In: European Journal of Developmental Psychology, 2019

Gongola, J. et al.: Detecting deception in children: A meta-analysis. In: Law and Human Behavior 41, 2017

Mascaro, O., & Sperber, D.: The moral, epistemic, and mindreading components of children’s vigilance towards deception. In: Cognition, 112, 2009

Sierksma, J. et al.: Children tell more prosocial lies in favor of in-group than out-group peers. In: Developmental Psychology 55, 2019