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Erde und Umwelt: (Fast) alles über Rohstoffe

Zwei Mineralogen liefern einen umfangreichen Abriss über Erze, Sande, Gesteine & Co.

Der Mensch nutzt ein breites Spektrum von Rohstoffen – nicht nur fossile Energieträger und Metalle, auch Sand, Natursteine oder Salze. Woher kommen sie? Wie sind sie entstanden, wie sucht man am effizientesten nach ihnen, und wie lassen sie sich umweltschonend abbauen und verfügbar machen? Diesen Fragen widmet sich das vorliegende Buch von Florian Neukirchen und Gunnar Ries. Der Untertitel "Lagerstätten, Förderung und wirtschaftliche Aspekte" umreißt die Schwerpunkte des Werks; inhaltlich geht es weit darüber hinaus. Neukirchen und Ries beleuchten auch die ökologischen und sozialen Probleme, die mit dem Erkunden, Erschließen und Ausbeuten von Lagerstätten einhergehen. Zudem behandeln sie die Prozesse, mit denen sich die Rohmaterialien in nutzbare Produkte überführen lassen. Beide Autoren sind Mineralogen mit internationaler Erfahrung; sie haben zahlreiche Publikationen für Fachleute wie Laien verfasst.

Nach einer Einführung, die Definitionen und Grundlagen liefert, widmet sich das Buch schwerpunktmäßig der "Welt der Metalle". Drei weitere Kapitel gliedern die wichtigsten Lagerstättentypen nach Entstehungsprozessen. Ein kurzer Abschnitt ist den organischen Rohstoffen Kohle, Erdöl und Erdgas vorbehalten. Erfreulicherweise geht er auf hochaktuelle Themen wie den Abbau von Teersanden und Gashydraten sowie das Fracking ein. Gerade letzteres Thema haben die Medien in den zurückliegenden Jahren emotional stark aufgeladen, und es ist oft schwer, hier wertneutrale Informationen zu bekommen. Diese liefern die Autoren, indem sie industrielle Methoden und Verfahren beim Fracking erläutern. Dabei stellen sie in unvoreingenommener Weise die wirtschaftlichen Erfolgsaussichten den ökologischen und ökonomischen Risiken gegenüber. Den Abschluss des Buchs bildet das Thema "Industrieminerale, Steine und Erden". Hier erfährt der Leser unter anderem, dass sich Diamanten zu weit mehr als für Schmuck eignen. ...

August 2014

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum der Wissenschaft August 2014

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