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Ernährung: Ein Tag voller Verlockungen

Warum essen wir so oft, was wir eigentlich gar nicht wollen? Stimmung und Situation beeinflussen in hohem Maß, wie wir uns ernähren - und wie gut es uns schmeckt.
Eine junge Frau beißt in einen Burger und trinkt Cola.

Es ist 6.30 Uhr, und der Tag beginnt. Während ich die Snacks für den Kindergarten vorbereite, deckt mein Mann den Tisch. Eigentlich habe ich noch gar keinen Hunger – aber das gemeinsame Frühstück ist mir wichtig.

Als Professorin für Ernährungspsychologie beschäftige ich mich fast jeden Tag mit der Frage, wie, wo, mit wem und warum wir was essen. Mich interessiert vor ­allem, welche Faktoren aus der Umwelt unser Essverhalten mitbestimmen. Ich weiß daher viel über die alltäglichen Einflüsse und sollte ihnen gegenüber entsprechend gut gewappnet sein.

Warum also sitze ich hier am Tisch und esse eine Scheibe Brot mit Marmelade, obwohl mein schlafender Magen eigentlich noch gar nichts möchte? …

5/2018

Dieser Artikel ist enthalten in Gehirn&Geist 5/2018

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  • Literaturtipps und Quellen

Literaturtipps

Kast, B.: Der Ernährungskompass. Das Fazit aller ­wissenschaftlichen Studien zum Thema Ernährung. C. Bertelsmann, München 2018
Bas Kast nimmt hunderte, auch einander widersprechende Studien über gesunde Ernährung unter die Lupe.

Spence, C., Piqueras-Fiszman, B.: The Perfect Meal. The Multisensory Science of Food and Dining. John Wiley & Sons, New York 2014
Empfehlenswertes Buch über Alltagsphänomene, die unser Essverhalten steuern


Quellen

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Birch, L. L.: Effects of Peer Models' Food Choices and Eating Behaviors on Preschoolers' Food Preferences. In: Child Development 51, S. 489-496, 1980

Cruwys, T. et al.: Social Modeling of Eating: A Review of When and Why Social Influence Affects Food Intake and Choice. In: Appetite 86, S. 3-18, 2015

De Castro, J. M., Brewer, E. M.: The Amount Eating in Meals by Humans Is a Power Function of the Number of People Present. In: Physiology and Behavior 51, S. 121-125, 1992

English, L. et al.: Mechanisms of the Portion Size Effect. What is Known and where do we Go from here?. In: Appetite 88, S. 39-49, 2015

Harrar, V. et al.: There's More to Taste in a Coloured Bowl. In: Perception 40, S. 880-882, 2011

Kahn, B. E., Wansink B.: The Influence of Assortment Structure on Perceived Variety and Consumption Quantities. In: Journal of Consumer Research 30, S. 519-533, 2004

Koenigstorfer, J., Baumgartner, H.: The Effect of Fitness Branding on Restrained Eaters' Food Consumption and Postconsumption Physical Activity. In: Journal of Marketing Research 53, S. 124-138, 2016

Painter, J. E. et al.: How Visibility and Convenience Influence Candy Consumption. In: Appetite 38, S. 237-238, 2002

Piqueras-Fiszman B., Spence C.: The Influence of the Color of the Cup on Consumers' Perception of a Hot Beverage. In: Journal of Sensory Studies 27, S. 324-331, 2012

Roberts, C. J. et al.: Increases in Weight During Chronic Stress Are Partially Associated with a Switch in Food Choice Towards Increased Carbohydrate and Saturated Fat Intake. In: European Journal of Eating Disorders 22, S. 77-82, 2014

Stroebele-Benschop, N. et al.: Environmental Strategies to Promote Food Intake in Older Adults: A Narrative Review. In: Journal of Nutrition in Gerontology and Geriatrics 35, S. 95-112, 2016

Stroebele-Benschop, N. et al.: First Come, First Served. Does Pouring Sequence Matter for Consumption?. In: Appetite 105, S. 731-736, 2016

Techniker Krankenkasse (Hg.): Iss was, Deutschland. TK-Studie zur Ernährung 2017. Techniker Krankenkasse, Hamburg 2017

Taveras, E. M. et al.: Family Dinner and Adolescent ­Overweight. In: Obesity 13, S. 900-906, 2005