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Hunger: Mahlzeit!

Ein Teller Pasta – und wir sind satt. Aber was zügelt unseren Appetit noch, wenn der Bauch längst nicht mehr spannt?
Heißhunger auf Süßes

Sobald die Mittagszeit näher rückt, meldet sich der Hunger. Unmissverständlich macht er uns klar, dass wir Energie und Nährstoffe brauchen, und sichert damit letztlich unser Überleben. Doch wodurch wird Hunger ausgelöst? Warum lässt er während des Essens nach und verschwindet anschließend für etliche Stunden? In einer Zeit, in der Fettleibigkeit epidemische Ausmaße erreicht, werden Erkenntnisse über diese Mechanismen immer wichtiger, denn viele Betroffene leiden an einem gestörten Hungergefühl. Wie also funktio­niert jenes System, das für einen ausgewogenen Energie- und Nährstoffhaushalt sorgt?­

Jahrzehntelang konzentrierte sich die Erforschung des Hungers auf Hormonwerte im Blut und mechanische Parameter, die etwa mitteilen, wie voll und gespannt der Magen ist. Schon seit rund 20 Jahren wissen wir daher zum Beispiel, dass Hormone wie Ghrelin, Leptin und Insulin unser Hungergefühl auf jeweils unterschiedliche Weise beeinflussen.

Morgens, mittags und abends überfällt uns der Hunger, meist vor unserer üblichen Essenszeit. Ausgelöst wird er vom Hormon Ghrelin, das vom Magen produziert wird und von dort in den Blutkreislauf gelangt. Bis heute ist nicht genau bekannt, welche Mechanismen in regelmäßigen Abständen dafür sorgen, dass Ghrelin wie auf Bestellung im Körper zirkuliert. Ursache könnte unsere innere biologische Uhr sein: Sie richtet sich unter anderem nach der typischen Routine, mit der wir unsere Mahlzeiten einnehmen, und bewirkt auch andere zyklische Veränderungen im Körper, zum Beispiel den Schlaf-wach-Rhythmus ...

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