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Tierversuche: Ersatz für Tierversuche - nicht nur zum Tierschutz

Neue intelligentere Prüfverfahren reduzieren den Verbrauch und das Leid von Versuchstieren. Dadurch werden die Sicherheitstests sogar zuverlässiger.
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Ein übermannsgroßes Plüschkarnickel blieb dem damaligen US-Vizepräsidenten und späteren Präsidentschaftskandidaten Al Gore bei Wahlkampagnen im Jahr 1999 monatelang auf den Fersen. Es verfolgte den amerikanischen Politiker, weil er ein neues Programm für Sicherheitstests von chemischen Stoffen in die Wege geleitet hatte – was Leid und vielfach Tod für fast eine Million Versuchstiere bedeutet. Trotzdem hielten breite Kreise das neue Regelwerk für längst überfällig.

Zwei Jahre zuvor hatte eine amerikanische Umweltvereinigung darauf aufmerksam gemacht, dass von den meisten in den USA gemeinhin verwendeten Chemikalien keine ausreichenden Daten über ihr Gefahrenpotenzial für Gesundheit und Umwelt existierten. Nur zu vielleicht jedem vierten der etwa hunderttausend gebräuchlichen Stoffe lag eine hinreichende Risikobewertung vor. Dem Aufruf schlossen sich sowohl die US-Umweltbehörde »Epa« als auch der Vorläufer des heutigen amerikanischen Chemieindustrieverbands an. Gore war es dann gelungen, Umweltaktivisten, Behörden und Industrie zusammenzubringen und jenes Programm ins Leben zu rufen: Für die 2800 Chemikalien, von denen die USA jährlich über umgerechnet rund 450 Tonnen produziert oder importiert, sollten Mindestsicherheitsprüfungen erfolgen.
Februar 2007

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum der Wissenschaft Februar 2007

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