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Evolution: Es war einmal in Südamerika

Riesenfaultier und Beutelsäbelzahnkatze – in uraltem Vulkangestein eingeschlossene Fossilien helfen, die Evolution der Säuger Südamerikas zu verstehen.
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Am Rand einer weiten Graslandschaft äsen urtümliche Huftiere, manche Pferden, andere Antilopen ähnlich. Ein Riesenfaultier lässt sich frisches Blattwerk schmecken, ein mausähnliches Beuteltier knabbert an Samen. Doch plötzlich explodiert einer der schneebedeckten Vulkane am Horizont und eine Lawine aus Erdreich und Asche rast seine Hänge hinab, alles Leben begrabend.

Im Lauf von Jahrmillionen türmen sich Sedimente und vulkanische Gesteine zum Gebirge auf, werden ein Teil der heutigen Anden Zentralchiles. Unser Team stieß 1988 auf die ersten versteinerten Knochen, als es im Hochtal des Rio Tinguiririca, in der Nähe der Grenze zu Argentinien, nach Dinosaurierfossilien suchte. Seitdem kommen wir fast jedes Jahr wieder und haben an ein paar Dutzend Fundstellen über 1500 Fossilien prähistorischer Säugetiere frei gelegt.

Doch nicht nur das reiche Vorkommen lohnt die Mühe. Zu unserer Verblüffung datierten unsere Laboruntersuchungen die Tiere auf ein Alter von vierzig bis zehn Millionen Jahren vor heute, eine Zeit, aus der man bislang von Südamerika kaum Funde hatte. Einige dieser einzigartigen Fossilien werfen deshalb Licht auf ein bisher ungeklärtes Kapitel in der Geschichte südamerikanischer Säugetiere und Ökosysteme.

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