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WELTRAUMMISSIONEN: Europas lange Reise zum Jupiter

Ihre nächste große Weltraummission widmet die ESA den Jupitermonden, allen voran dem geologisch interessanten Ganymed. Zwei weitere Projektvorschläge gingen hingegen leer aus. »Spektrum« erläutert die Hintergründe der umstrittenen Entscheidung.
Europas lange Reise zum Jupiter

Im Fokus der nächsten großen europäischen Wissenschaftsmission steht das Jupitersystem, so gab die europäische Weltraumbehörde ESA Anfang Mai bekannt. Damit erhielt die Planetenmission »Jupiter Icy Moons Explorer« (Juice) den Vorzug vor zwei anderen Projektvorschlägen, nämlich dem Weltraumobservatorium für Gravitationswellen NGO (»New Gravitational wave Observatory«) und dem satellitenbasierten Teleskop für Hochenergie- Astrophysik Athena (»Advanced Telescope for High-Energy Astrophysics«).

2004 hatte die ESA Weltraumwissenschaftler aufgerufen, Projekte vorzuschlagen. Drei Jahre später wurden Juice, NGO und Athena vorausgewählt. Allerdings kann die Behörde aus Budgetgründen nur eine einzige Mission in Angriff nehmen.

Geht alles nach Plan, wird die Juice- Sonde 2022 vom Raketenbahnhof Kourou in Französisch-Guayana starten und 2030 den Jupiter erreichen. Ihre lange Reisezeit erklärt sich unter anderem dadurch, dass die Startrakete Ariane-5 eher für Transfers in Erdorbits geeignet ist. Einmal angekommen, soll sie den Gasriesen und seine Trabanten, die selbst schon so groß sind wie kleine Gesteinsplaneten, mindestens drei Jahre lang detailliert beobachten. 2032 schwenkt sie schließlich in eine Umlaufbahn um den Mond Ganymed ein, das wichtigste Ziel der Reise...

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