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Paläontologie: Exotischer Fossilfund im Hunsrück

Wie der Schinderhannes postum Pate eines uralten Räubers wurde.
Der Hunsrück ist ein dünn besiedelter Landstrich zwischen Mosel, Nahe und Rhein, der dem Wanderer eine abwechslungsreiche Landschaft mit Hügeln und Wäldern bietet. Grandiose Burgruinen wie etwa die Schmidtburg deuten auf eine bewegte Vergangenheit hin. Seit Simmern, damals die Hauptstadt eines unabhängigen Staats, im Pfälzischen Erbfolgekrieg 168 dem Erdboden gleichgemacht wurde, tendiert die politische Bedeutung der Gegend jedoch gegen null.

Der berühmteste Hunsrücker ist vermutlich Johannes Bückler (1779 – 1803), besser bekannt als der Schinderhannes. Wie sein Vater und dessen Vorfahren hatte er das Handwerk des Abdeckers gelernt; heute würde man Tierkadaververwertungsexperte sagen. Schon früh entschied er sich allerdings für eine kriminelle Laufbahn. In weniger als zehn Jahren soll er mit über 90 Kumpanen in wechselnden Banden mehr als 130 Straftaten begangen haben, vor allem Diebstähle und Raubüberfälle. Dann wurde er hingerichtet.

Warum das hier interessiert? Nun, Paläontologen haben jetzt einen spektakulären Fossilfund aus dem Hunsrück nach dem berüchtigten "Lumpenhund" benannt und so zu seinem Nachruhm auch in Kreisen beigetragen…
Juni 2009

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum der Wissenschaft Juni 2009

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