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Exponat des Monats

Elektroautos sind keine Erfindung unserer Tage. Um 1900 galten sie insbesondere in den USA als viel versprechende Option für den Individualverkehr. Dort wurden in jenem Jahr etwa 4200 davon gebaut, knapp ein Drittel aller Fahrzeuge besaßen einen elektrischen Antrieb. Als "The standard of electric vehicles" und "The automobile without repair bill" bewarb die 1899 in Cleveland, Ohio, gegründete Baker Motor Vehicle Company ihre Produkte. Die Wagen seien einfach und zuverlässig, leise und abgasfrei.

Aus dem Jahr 1908 stammt auch der Baker Electric "Queen Victoria" (siehe Foto) mit so genannter Phaetonkarosserie – ähnlich einer offenen Kutsche. Der Zweisitzer wurde von einem Gleichstrommotor mit einem Kilowatt Leistung angetrieben; er befand sich unter dem Wagenkasten beziehungsweise dem Karosserieaufbau. Den Strom lieferten je vier Batterien mit insgesamt 48 Volt, die paarweise vorn und hinten montiert waren. Die Batterien konnten an der hauseigenen Ladestation oder in einer Servicegarage aufgeladen werden.

Zur Steuerung diente ein Lenkhebel; sechs verschiedene Geschwindigkeiten ließen sich über einen weiteren Hebel links neben dem Fahrersitz anwählen. Die Bremsen betätigte der Fahrer über Fußpedale. Laut Firmenwerbung sollte eine Batterieladung für eine Reichweite von 80 bis 100 Kilometer sorgen, tatsächlich waren es nur etwa 50 Kilometer. Doch das genügte den Bedürfnissen vieler Käufer, die dafür ein leicht zu bedienendes, emissionsarmes Auto erhielten – ein Vorteil gegenüber den lärmenden und mitunter komplizierten Benzinwagen, die damals noch angekurbelt werden mussten. Je nach Ansprüchen gab es ...
März 2012

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum der Wissenschaft März 2012

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