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Schlichting!: Farbenschillernder Nebel

Die Natur muss erst einmal Wassertröpfchen nach Größe sortieren, damit wir Farbeffekte in Nebelfahnen beobachten können.

Stellen Sie sich vor, Nebel liegt über dem Land. Myriaden winziger Wassertröpfchen, 10, 20 oder 50 Millionstel Meter groß, schweben in der Luft und streuen Sonnenlicht verschiedenster Wellenlängen in alle Richtungen. Das Ergebnis ist eine triste, grauweiße Lichtmischung; jegliche Farbe der Landschaft scheint verschluckt.

Anders ist es, wenn sich Nebel in größeren Höhen unter weit gehend einheitlichen Bedingungen bildet. Dann besteht er aus etwa gleich großen Tröpfchen. Werden solche dünnen Wolken schließlich von Sonnen- oder Mondlicht durchquert, kann es zu eindrucksvollen Koronen kommen, also zu farbigen Ringsystemen, welche die leuchtenden Himmelskörper umgeben (siehe "Weihnachtliche Krönung", SdW 12/ 2009, S. 35).

Um solche Phänomene zu sehen, müssen Sie gar nicht warten, bis sich am Himmel etwas tut. Wenn Sie bei tief stehender Sonne, etwa am frühen Morgen, auf Ihrer Terrasse heißen Tee oder Kaffee trinken und in die von der Tasse aufsteigende, lichtdurchflutete Nebelfahne blicken, können Sie auch darin Fetzen farbigen Lichts entdecken. Noch bunter geht es auf der Oberfläche des Getränks zu...

September 2012

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum der Wissenschaft September 2012

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