Welt der Wissenschaft: Ferne Planetenwelten


Die Exoplanetenforscherin Lisa Kaltenegger beschäftigte sich bereits in ihrer Promotion im Jahr 2005 mit möglichen Strategien, erdähnliche Planeten außerhalb unseres Sonnensystems aufzuspüren. Ihre Forschung führte die Astronomin anschließend zur Europäischen Weltraumorganisation ESA in die Niederlande und zum Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics ins US-amerikanische Cambridge.
Im Jahr 2010 ging sie an das Max-Planck-Insitut für Astronomie in Heidelberg, wo ihre Arbeitsgruppe die Atmosphären ferner Planeten charakterisiert und modelliert. Im Licht, das uns von diesen extrasolaren Welten erreicht, verbergen sich Informationen über die Gase in deren Atmosphäre – und damit vielleicht auch Spuren außerirdischen Lebens.
Lisa Kaltenegger wurde am 23. Mai 2012 der Heinz Maier-Leibnitz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft verliehen, der wichtigste Preis für den wissenschaftlichen Nachwuchs in Deutschland.
Hyperschnellläufer sind Sterne, die mit Hunderten bis Tausenden Kilometern pro Sekunde durchs All rasen. Wir gehen der Frage nach, welche gewaltigen Prozesse solche Ausreißer beschleunigen und woher sie stammen. Darüber hinaus berichten wir über das ESA Weltraumteleskop CHEOPS, mit dem seit 2019 äußerst präzise Daten über bereits bekannte Exoplaneten gesammelt werden, die Grundlage für neue Entdeckungen sind. Die Mission hat sich als so erfolgreich erwiesen, dass sie möglicherweise bis 2029 weiterläuft. Unsere Autorin zieht eine Zwischenbilanz und zeigt, welche exotischen Welten CHEOPS bereits enthüllt hat. Im Beobachtungsteil richten wir den Blick auf die Sonnenfinsternis am 12. August 2026 über Europa. In Deutschland wird sie als tief stehende partielle Finsternis sichtbar sein. Unser Autor erklärt, was Sie als Beobachter wissen müssen: vom Verlauf des Totalitätsstreifens über die Standortwahl bis zur sicheren Beobachtung und fotografischen Dokumentation.
Was vererbt wurde, kann ein ganzes Leben beeinflussen. Trotzdem hängt unser Schicksal nicht nur von Genen ab. »Spektrum Dossier: Die Macht der Gene« zeigt, was unsere Gesichtszüge beeinflusst, welche genetische Vielfalt Autismus zugrunde liegt und dass Musikalität mehr als nur Veranlagung ist.
Ein seltsames Phänomen der Relativitätstheorie ließ sich nun im Labor sichtbar machen: Der Terrell-Penrose-Effekt. Darum geht es im Titelbeitrag dieser Ausgabe der »Woche«. Plus: Das CHEOPS-Jubiläum, die messinische Salinitätskrise, wie Yoga das Gehirn verändert und mehr.
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