Direkt zum Inhalt
Login erforderlich
Dieser Artikel ist Abonnenten mit Zugriffsrechten für diese Ausgabe frei zugänglich.

Medienkompetenz: Fernsehen will gelernt sein

Von jeher beäugen Kinder- und Jugendschützer das Fernsehen kritisch. Sollten Eltern ihrem Nachwuchs den TV-Konsum besser ganz verbieten, wie Hardliner fordern? Nein! Denn einen kritischen Umgang mit dem Medium können Kinder nur lernen, indem sie es ausprobieren.
Beim Streitthema Fernsehen klaffen Anspruch und Wirklichkeit auseinander: Einerseits distanziert man sich gern von der Flimmerkiste, die schließlich zur absoluten Verblödung der jüngeren Generationen führt – und wahrscheinlich am laufenden Band Psychopathen, Pädophile und Amokläufer produziert. Andererseits jedoch steht hier zu Lande in fast allen Haushalten ein TV-Gerät, in mehr als einem Drittel sogar zwei. Bald die Hälfte aller Kinder in Deutschland haben einen eigenen Apparat im Zimmer. Und schon von den Zwei- bis Dreijährigen sitzen fast 30 Prozent täglich vor der Mattscheibe ...
September 2008

Dieser Artikel ist enthalten in Gehirn&Geist September 2008

Lesermeinung

1 Beitrag anzeigen

Wir freuen uns über Ihre Beiträge zu unseren Artikeln und wünschen Ihnen viel Spaß beim Gedankenaustausch auf unseren Seiten! Bitte beachten Sie dabei unsere Kommentarrichtlinien.

Tragen Sie bitte nur Relevantes zum Thema des jeweiligen Artikels vor, und wahren Sie einen respektvollen Umgangston. Die Redaktion behält sich vor, Leserzuschriften nicht zu veröffentlichen und Ihre Kommentare redaktionell zu bearbeiten. Die Leserzuschriften können daher leider nicht immer sofort veröffentlicht werden. Bitte geben Sie einen Namen an und Ihren Zuschriften stets eine aussagekräftige Überschrift, damit bei Onlinediskussionen andere Teilnehmer sich leichter auf Ihre Beiträge beziehen können. Ausgewählte Lesermeinungen können ohne separate Rücksprache auch in unseren gedruckten und digitalen Magazinen veröffentlicht werden. Vielen Dank!

  • Infos
Literaturtipps:

Aufenanger, S. et al.:
Gutes Fernsehen - Schlechtes Fernsehen!? Denkanstöße, Fakten und Tips für Eltern und ErzieherInnen zum Thema Kinder und Fernsehen. RTL Television, München 1999.

Baake, D. : Geflimmer im Zimmer. Broschüre des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Berlin 2008.

Batinic, B., Appel, M. (Hg.): Medienpsychologie. Springer, Heidelberg 2008.

Beentjes, J. W. J. et al.: Children’s Comprehension of Visual Formal Features in Television Programs. In: Journal of Applied Developmental Psychology 22(6), S. 623-638, 2001.

Cantor, J.: Teddy´s TV. Troubles. Selbstverlag 2004.

Charlton, M., Neumann-Braun, K.: Wie Kinder Fernsehwerbung verstehen. In: Willems, H. (Hg.). Die Gesellschaft der Werbung. Westdeutscher Verlag Wiesbaden 2002, S 807-820.

Götz, M.: Fernsehen von -0,5 bis 5. In: Televizion 20(1), S. 12-17, 2007.

Götz, M. et al.: Von Kuscheln bis Erziehungshilfe. In: Televizion 20(1), S. 31-36, 2007.

Kunczik, M., Zipfel, A.: Gewalt und Medien. Ein Studienhandbuch. Köln, Böhlau (UTB 2725) 2006.

Lerchenmüller-Hilse, H., Hilse, J.: Kinder und Fernsehen. Was, wann, wie oft, warum überhaupt? Humboldt, München 1998.

Nieding, G. et al.: Werbung im Fernsehen. Experimentelle Methoden zur Erfassung der Verstehensleistung von Kindern. In: Zeitschrift für Medienpsychologie 18(3), S. 94-105, 2006.

Rogge, J. U.: Kinder können fernsehen: Vom Umgang mit der Flimmerkiste. Rowohlt, Reinbek 1999.

Rogge, J. U.: Ängste machen Kinder stark. Rowohlt, Reinbek 2001.

Shimada, S., Hiraki, K.: Infant's Brain Responses to Live and Televised Action. Neuroimage 32(2), S. 930-939, 2006.