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Wissenschaft und Karriere: Filmreife Forschung

Thomas Wiegand - Professor an der TU Berlin und Wissenschaftler am Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut - gilt als einer der Erfinder des Videostandards H.264. Der steckt heute in fast allen Geräten, die bewegte Bilder abspielen können.
Thomas Wiegand
Was ist der größte wirtschaftliche Erfolg der Fraunhofer-Gesellschaft? MP3, werden viele wie aus der Pistole geschossen antworten. In der Tat hat der Komprimierungsstandard für Musikdateien viele Millionen Euro in die Kassen von Europas größter Organisation für angewandte Forschung gespült. Andererseits gibt es ähnliche Erfindungen aus der Fraunhofer-Schmiede, die fast ebenso wichtig, aber nicht so bekannt sind.

Eine davon ist H.264, auch bekannt als MPEG4-AVC. Ein Standard, der mit Videodateien dasselbe tut wie MP3 mit Audiodateien: Er schrumpft die riesigen Informationsmengen so geschickt, dass sie sich in Echtzeit übermitteln oder auf kompakten Speichermedien archivieren lassen. So arbeiten alle Fernsehsender, die das hochauflösende Bildschirmformat HDTV ausstrahlen, mit H.264; auf Blu-ray-Discs sind Filme so gespeichert, ebenso auf iPods oder auf den Servern des Internetportals YouTube. "Mehr als eine Milliarde Geräte können mittlerweile H.264 abspielen, dabei war das vor sechs Jahren nicht mehr als ein Word-Dokument auf meinem Computer", freut sich Thomas Wiegand, Leiter der Abteilung Bildverarbeitung am Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut in Berlin. "Das ist einer unserer Emmys", sagt der 39-Jährige und zeigt im Foyer des Instituts auf einen Glaskasten, in dem eine goldene Statue glänzt...

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