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Geistesblitze: Fingerabdruck vom Gehirn

Menschen anhand von Hirnscans eindeutig identifizieren – das könnte laut einem Team um Emily Finn von der Yale University bald Realität werden. Die Forscher hatten per Kernspin­tomografie die neuronale Aktivität von 126 gesunden Probanden gemessen, während diese verschiedene Aufgaben lösten, bei denen Bewegung, Sprache, Emotionen oder das Arbeitsgedächtnis gefragt waren.

Dabei entdeckten Finn und ihre Kollegen individuelle Muster, die sich in mehr als neun von zehn Fällen korrekt der betreffenden Person zuordnen ließen. Diese zeigten sich unabhängig von deren Tätigkeit und selbst im Ruhezustand. Für einen solchen neuronalen "Fingerabdruck" im Gehirn war vor allem die Aktivität in Arealen des Stirn- und Scheitellappens relevant.

Ein Nebenprodukt der Untersuchung: Der Grad der Verknüpfung gab auch Auskunft über die fluide Intelligenz der Probanden, also über ihre Fähigkeit, schnell und logisch zu denken. (mtk)

Nat. Neurosci. 18, S. 1664–1671, 2015

1/2016

Dieser Artikel ist enthalten in Gehirn&Geist 1/2016

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