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Chemische Unterhaltungen: Forensik für den Hausgebrauch

Auch kriminalistische Laien können manche forensischen Unter­suchungen durchführen. Zum Beispiel lassen sich Blutspuren mit Hilfe von Farbstoffen aus Textmarkern oder Badesalz nachweisen.
Ein blutiger Schuhabdruck am Ort eines Verbrechens

Kriminalserien, in denen forensische Untersuchungen einen wesentlichen Teil der Handlung ausmachen, erfreuen sich großer Beliebtheit und werden deshalb seit Jahren in Endlosschleifen im Privatfernsehen ausgestrahlt. Bekannte Beispiele sind »CSI: Den Tätern auf der Spur«, »Bones – die Knochenjägerin« oder »Dexter« (CSI steht für Crime Scene Investigation und bezeichnet die US-amerikanische und kanadische Spurensicherung).

Unter Forensik versteht man die Gesamtheit wissenschaftlicher Verfahren, die zur Aufklärung von Straftaten dienen (rund 5,44 Millionen waren es 2019 allein in Deutschland, wovon 57,5 Prozent aufgeklärt wurden). Entsprechend vielfältig sind ihre Teilbereiche, die sich allerdings nicht immer klar voneinander abgrenzen lassen. Sie kommen aus der Psychologie und Psychiatrie ebenso wie aus der Biologie, Chemie, Pharmazie und Ballistik. Eine zentrale Rolle spielt ferner die Rechtsmedizin, und auch die Untersuchung und Auswertung von Datenträgern oder Netzinhalten gewinnt zunehmend an Bedeutung …

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  • Quellen

Brezesinski, K., Ducci, M.: Smarte Blutmarker - wie aus Textmarkern und Kosmetika forensische Helfer werden. CHEMKON 27, 2020

Cheeseman, R., DiMeo, L. A.: Fluorescein as a field-worthy latent bloodstain detection system. Journal of Forensic Identification 45, 1995

Fuld, E.: Über Blutnachweis, insbesondere mittels Malachitgrüns, und eine neue Probe mit Rhodamin. Biochemische Zeitschrift 79, 1917

Schönbein, C. F.: Über das Verhalten des Blutes zum Sauerstoff. Journal für praktische Chemie 89, 1883