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Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit?

Aufbruch in die Moderne oder reiner Staats­terror? Bis heute streiten Historiker über die Bedeutung der Französischen Revolution. Fest steht: Ohne den Umsturz vor 220 Jahren wäre Europa nicht geworden, was es heute ist.
Für den feinsinnigen Minister im fernen Weimar war die Sache völlig klar: Diese Revolution hatte kommen müssen. Die alte Herrschaft war einfach nicht länger aufrechtzuerhalten gewesen. Die Verantwortung für den Umbruch trüge der entmachtete Herrscher selbst. Weil nämlich eine »große Revolution nie Schuld des Volkes ist, sondern der Regierung«. Und weiter: »Revolutionen sind ganz unmöglich, sobald die Regierungen fortwährend gerecht und fortwährend wach sind, so dass sie ihnen durch zeitgemäße Verbesserun­gen entgegenkommen und sich nicht so lange sträuben, bis das Notwendige von unten er­-zwungen wird.«

Der Autor dieser Analyse ist niemand Ge­ringerer als Johann Wolfgang von Goethe. War der Weimarer Legationsrat und Publizist etwa zum Freund der Massen geworden? Sympathisierte er mit jenen Revolutionären, die ihrem Ludwig XVI. per Guillotine den Kopf abschlagen ließen? Wahrscheinlicher ist, dass er bloß die gängige Interpretation seiner Zeitgenossen übernommen hat. Die besagte, dass die Fran­zösische Revolution eine historische Notwen­dig­keit war …
02/09

Dieser Artikel ist enthalten in epoc 02/09

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Literaturtipp

Thamer, H.: Die Französische Revolution, C.H.Beck, 2. Auflage, München 2004, 123 S., € 7,90.